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Richtig handeln bei Verdacht auf Hirnhautentzündung

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Kopfschmerzen und Lichtempfindlichkeit können ein Warnzeichen sein
©APA, dpa, gms, Oliver Killig
Der Ausbruch in Südengland hat Schlagzeilen gemacht: In Kent sind zwei Menschen an den Folgen einer Meningitis-Erkrankung gestorben, Hunderte werden vorsorglich mit Antibiotika behandelt. Inzwischen liegt auch ein Rückkehrer aus Kent in Frankreich im Krankenhaus, Zustand stabil. Doch was genau ist Meningitis - und wann muss man sich Sorgen machen?

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Meningitis ist eine Entzündung der Hirnhäute, also der Hüllen, die Gehirn und Rückenmark umgeben. Die meisten Fälle werden durch virale Infektionen, etwa mit Herpes, Grippe oder Covid verursacht, aber auch durch Bakterien und andere Erreger.

Viele Erreger werden durch Tröpfcheninfektion übertragen - also Husten, Niesen oder auch Küssen. Man kann sich anstecken, wenn man sie einatmet. Die Erreger siedeln sich meist zuerst in den Schleimhäuten des Nasen-Rachenraums an, dringen in Blutgefäße ein und gelangen über die Blutbahn an die Hirnhäute.

Vor allem Säuglinge, Kleinkinder und sehr alte Menschen sind anfällig für eine Meningitis. Weitere Risikofaktoren sind unter anderem chronische Grunderkrankungen, Nasennebenhöhlen- oder Mittelohrentzündung, so das Gesundheitsportal gesund.bund.de des Gesundheitsministeriums.

Der Verlauf einer Meningitis hängt von der Ursache sowie dem Alter und den Abwehrkräften der erkrankten Person ab.

Viral ausgelöste Hirnhautentzündungen verlaufen in der Regel mild, so das Gesundheitsportal.

Sind Bakterien wie Meningokokken oder Pneumokokken die Auslöser, kann eine Meningitis "manchmal sehr plötzlich beginnen, sich rasch verschlechtern und schnell zum Tod führen". Häufig greifen die Bakterien auch das Gehirn direkt an und lösen dort eine Meningoenzephalitis aus.

Zu den typischen Anzeichen zählen:

- Fieber

- Kopfschmerzen

- Nackensteife (Meningismus)

- Bewusstseinsstörungen (etwa Benommen- und Verwirrtheit)

Außerdem können auftreten:

- Lichtempfindlichkeit

- Übelkeit, Erbrechen

- Durchfall

Auch Hautveränderungen können Hinweise auf den Erreger geben, bei Pneumokokken-Bakterien etwa Bläschen.

Besteht der Verdacht auf eine Meningitis, sollte man sofort ein Krankenhaus aufsuchen - das gilt besonders für kleine Kinder und ältere Menschen.

Um schwere Verläufe zu verhindern, ist eine möglichst rasche Diagnose wichtig. Hierfür stellen Ärztinnen und Ärzte Fragen, um mögliche Auslöser einzugrenzen, und entnehmen danach Blut. Entscheidend für die Diagnose ist der Nachweis der Entzündung und oft auch der Erreger aus dem Nervenwasser, das mit einer Lumbalpunktion entnommen wird.

Eine bakterielle Meningitis ist ein Notfall, der meist auf einer Intensivstation behandelt werden muss.

Gegen einige Meningitis-Erreger gibt es Impfungen, die einer Hirnhautentzündung vorbeugen, darunter Pneumokokken, Masern, Mumps und Windpocken. Sie sind in Österreich dringend empfohlen.

Die Gesundheitsbehörden empfehlen, den aktuellen Österreichischen Impfplan zu beachten und sich von einem Arzt oder einer Apotheke beraten zu lassen.

DRESDEN - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/dpa/gms/Oliver Killig/Oliver Killig

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