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Weder ein gutes, noch ein auffälliges Ergebnis erlauben verlässliche Rückschlüsse auf die Gesundheit der Augen. Zumal die Test-Ergebnisse laut Terheyden stark von Faktoren abhängen könnten, wie:
- Bildschirmhelligkeit
- Raumbeleuchtung
- Abstand zum Gerät
Hinzu kommt: Viele Augenerkrankungen können über lange Zeit bestehen, obwohl die Sehschärfe noch normal erscheint. Erkrankungen wie Grünen Star, altersabhängige Makuladegeneration, diabetische Netzhautschäden lassen sich mit Online-Tests nicht zuverlässig ausschließen, so Frank G. Holz, Vorsitzender der Stiftung Auge und Direktor der Uni-Augenklinik Bonn.
Wichtig sei nur: Akute Augenprobleme oder plötzliche Veränderungen des Sehens ernstzunehmen - und dann ärztliche Hilfe aufzusuchen, rät Terheyden. Denn das könne in seltenen Fällen auch ernsthafte Erkrankungen hinweisen.
Die Tests ersetzen also keinen Arztbesuch. Dennoch sieht Terheyden in den digitalen Angeboten Potenzial. Denn diese könnten Menschen dafür sensibilisieren, Sehverschlechterungen ernst zu nehmen.
Vorausgesetzt, die Online-Tests sind gut entwickelt, wissenschaftlich geprüft und für Nutzer verständlich aufgebaut, so Terheyden. Wer unsicher ist, welche Tests vertrauenswürdig und individuell sinnvoll sind, sollte sich beim Augenarzt oder einer Augenärztin beraten lassen.
BERLIN - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/dpa/gms/Florian Schuh/Florian Schuh





