von
Im restlichen Europa wachse der Luftverkehr dagegen dynamisch um sechs Prozent und erreiche bereits 114 Prozent des Wertes von 2019. Als Grund für die schlechte Entwicklung gelten vergleichsweise hohe staatliche Steuern und Gebühren in Deutschland. Besonders schwach entwickelt sich der innerdeutsche Flugverkehr. Er stagniert im Vergleich zum Vorjahr und erreicht nur 50 Prozent des Angebots von 2019. Auch auf den europäischen Kurz- und Mittelstrecken schwächt sich das Wachstum ab. Das Angebot wächst hier nur noch um drei Prozent auf 94 Prozent des Vorkrisenniveaus. Dabei entwickeln sich die für den Wirtschaftsstandort wichtigen Städteziele schwächer als touristische Destinationen. Zudem hat sich die Entwicklung auf den Langstrecken ebenfalls deutlich abgeschwächt.
Die Stagnation macht sich laut BDL an den meisten deutschen Verkehrsflughäfen bemerkbar, wo das Angebot nur noch leicht wächst. Die beiden größten deutschen Airports in Frankfurt (90 Prozent) und München (84 Prozent) hinken dem Vorkrisenniveau noch hinterher. Vor allem Berlin (70 Prozent), Stuttgart (71 Prozent), Köln/Bonn (74 Prozent) und Düsseldorf (76 Prozent) sind noch weit vom Stand vor der Virus-Pandemie entfernt. Einzelne Regionalflughäfen mit geringeren Standortkosten können sich diesem Trend jedoch entziehen und verzeichnen überdurchschnittliche Zuwächse, da Billig-Airlines dort zusätzliche Kapazitäten einsetzen. Dies gilt etwa für Dortmund (131 Prozent), Karlsruhe/Baden Baden (174 Prozent), Weeze (187 Prozent) und Memmingen (218 Prozent).





