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Gescannt werden der Reisepass, Fingerabdrücke und das Gesichtsbild, auch Ort und Zeit der Einreise sowie Informationen zum Visum und erfolgte Einreiseverweigerungen werden erfasst, führte die zuständige Gruppenleiterin im Innenministerium, Elisabeth Wenger-Donig, aus. Gespeichert werden dürfen die Daten für drei Jahre bzw. für fünf Jahre, wenn es zu einer Einreiseverweigerung gekommen ist. Erfasst werden alle Personen aus Drittstaaten, egal ob visumsfrei oder visumspflichtig. Für Österreicherinnen und Österreicher gibt es keine Änderungen. Das Stempeln von Reisepässen sei damit endgültig Geschichte, die biometrische Erfassung von Daten die neue Regel.
Mit dem neuen System könne man Dokumentenbetrug sowie eine Überschreitung der maximalen Aufenthaltsdauer leichter wahrnehmen, sagte der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, Franz Ruf. Im letzten halben Jahr habe es am Flughafen Wien 292 Zurückweisungen von Personen gegeben, in 93 Fällen seien Dokumentenfälschungen, in 31 Fällen Visaerschleichungen festgestellt worden. Beim Entry-Exit-System handle es sich auch um einen wesentlichen Teil des mit 12. Juni in Kraft tretenden EU-Asylpakts, sagte Karner.
Der vor sechs Monaten gestartete Pilotbetrieb sei "höchst erfolgreich" verlaufen, freute sich der Innenminister. Bereits seit dem 30. März - früher als geplant - würden 100 Prozent der Einreisen von Drittstaatsangehörigen über das neue System abgewickelt. Seit 12. Oktober 2025 seien über eine Million Menschen in Österreich über das System erfasst worden - die meisten davon mit 730.000 am Flughafen Wien.
Auch Flughafen-Wien-Vorstand Günther Ofner ist zufrieden. Österreich sei bei der Einführung einer der Musterschüler. Gestartet habe man zwar "mit etwas Bauchweh", es habe aber alles sehr gut funktioniert. Die Wartezeiten hielten sich bisher in Grenzen - 96 Prozent der Menschen hätten weniger als fünf Minuten gewartet. An den Kojen brauchen Reisende derzeit etwas mehr als 70 Sekunden, erzählte Ruf.
Die Exekutive habe den Personalstand zudem deutlich ausgeweitet, so Ofner. Er erwartet im Sommer mehr Passagiere, die kontrolliert werden müssen. Für den Ernstfall gebe es aber Notfallmechanismen, die man auslösen könne.






