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Nationalpark Hohe Tauern: Das größte Schutzgebiet Österreichs

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Nationalpark Hohe Tauern, Tirol

Nationalpark Hohe Tauern, Tirol

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Atemberaubende Gipfel, traumhafte Wasserfälle und glasklare Gletscherbäche - das alles und noch mehr bietet der Nationalpark Hohe Tauern. Mit über 1.800 Quadratkilometern ist das Schutzgebiet der größte Nationalpark Österreichs sowie Mitteleuropas. Zahlreiche Tier- und Pflanzenarten leben in dem Naturschutzgebiet, das damit einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität und zum Artenschutz liefert. Was Besucher:innen im Nationalpark alles erleben können.

Eckdaten Nationalpark Hohe Tauern

  • Adresse:

    • Verein des Sekretariat des Nationalparkrates Hohe Tauern, Kirchplatz 2, 9971 Matrei in Osttirol

    • Nationalparkzentrum Mittersill, Gerlosstr. 18, 5730 Mittersill in Salzburg

  • Telefon: Verein Sekretariat des Nationalparkrates Hohe Tauern: +43 4875 5112; Nationalparkzentrum Mittersill +43 6562 40939

  • Öffnungszeiten: der Nationalpark Hohe Tauern ist ganzjährig frei/gratis zugänglich. Das Nationalparkzentrum Mittersill (Nationalparkwelten mit 360° Panoramawelt) ist täglich von 09:00 - 17:00 Uhr geöffnet.

  • Eintrittspreise Nationalparkzentrum Mittersill :

    • Erwachsene 13,00 €

    • Kinder (6-14 Jahre) 6,50 €

    • Kinder unter 5 kostenlos

    • zusätzlich gibt es ermäßigte Karten (Student/Studentin, Lehrling etc.), Familenkarten und Karten für Gruppen

  • Wetterinfo

  • Webcams

Was ist der Nationalpark Hohe Tauern?

Der Nationalpark Hohe Tauern ist einer von 6 Nationalparks in Österreich. Er wurde im Jahr 1981 gegründet und umfasst 1.856 Quadratkilometer (rund viereinhalb Mal die Fläche von Wien) - damit ist er nicht nur der älteste Nationalpark Österreichs, sondern auch der größte.

Das Gebiet wurde offiziell von der Weltnaturschutzorganisation IUCN als Nationalpark anerkannt und beherbergt rund 3.500 Pflanzenarten und über 10.000 Tierarten. Ziel des Nationalparks Hohe Tauern ist es, die heimische Artenvielfalt zu schützen, das Ökosystem zu erhalten und das Gebiet wissenschaftlich zu erforschen.

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Wo liegt der Nationalpark Hohe Tauern?

Der Nationalpark Hohe Tauern erstreckt sich über drei Bundesländer: Salzburg (805 km²), Tirol (611 km²) und Kärnten (440 km²). Das Areal unterteilt sich insgesamt in 2 verschiedene Zonen:

  • Außenzone (643 km²): Hier soll das charakteristische Landschaftsbild durch gezielte Förderung von Almwirtschaft erhalten werden.

  • Kernzone (1.213 km²): In dieser Zone, die Dreiviertel der Fläche des Nationalparks einnimmt, gilt ein strenger Schutz. Das Areal darf nicht wirtschaftlich genutzt werden. Der Schutz der Tier- und Pflanzenwelt steht im Vordergrund. Forst- und Jagdwirtschaft ist erlaubt.

Zusätzlich gibt es noch einen Spezialfall im Nationalpark: das Wildnisgebiet Sulzbachtäler (6.728 ha). Dort gilt ein besonderer Schutz, der besagt, dass die Fläche in ihrer Ursprünglichkeit ohne menschliche Einflüsse erhalten wird. Im Wildnisgebiet greift der Mensch überhaupt nicht in die Natur ein - es gibt auch keine Jagd- und Forstwirtschaft. Dort ist laut Roland Rauch, Geschäftsführer der Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern GmbH, gut zu beobachten, wie positiv sich das Konzept in den letzten Jahren auf die Biodiversität ausgewirkt hat.

Weiterführender Link:

Nationalpark Hohe Tauern auf Google Maps

Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit im Nationalpark?

Die Nachhaltigkeit spielt eine große Rolle im Nationalpark Hohe Tauern, erklärt Roland Rauch. "Wir wollen den Tourismus in unserer Region nachhaltiger gestalten", sagt er. Es soll ein attraktiver Lebensraum für alle geschaffen werden - Natur, Einheimische, Wirtschaft und Gäste gleichermaßen. Um das zu verwirklichen, wurde beispielsweise die öffentliche Verkehrsanbindung in das Angebot der Nationalpark Sommercard integriert. Außerdem wurden Sammelparkplätze vor den Tälern errichtet, mit dem Auto kann man nicht direkt zu den Wanderwegen gelangen. Dafür gibt es einen Shuttleservice, den Besucher:inenn nutzen können. Denn es ist "wichtig, dass man den Leuten einen Zugang ermöglicht", sagt Rauch. Nur so kann jeder persönlich erleben, warum es sich lohnt, diesen Flecken Natur zu schützen.

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Roland Rauch, Geschäftsführer der Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern GmbH

© News.at

Allein auf der Salzburger Seite verzeichnet der Nationalpark Hohe Tauern jährlich rund drei Millionen Besucher:innen, die entweder durch die Täler des Schutzgebietes wandern oder die Einrichtungen des Parks wie das Nationalparkzentrum in der Stadt Mittersill aufsuchen. In dem Zusammenhang ist auch die Besucherlenkung für die Nachhaltigkeit wichtig, wie Rauch betont. Es geht darum "die Hotspots zu entzerren" und die Besucher:innen gut über den Nationalpark zu verteilen.

Für Gäste die von außerhalb Österreichs anreisen, bietet der Nationalpark noch einen besonderen Service an: Mit dem "Fly & Ride" kann man vom Flughafen Salzburg mit einem Transport Shuttle direkt in den circa 1 1/2 Stunden entfernten Nationalpark Hohe Tauern gelangen.

Wer mit dem E-Auto anreist, muss sich im Nationalpark keine Gedanken, darum machen, ob er eine Ladestation findet. Das Thema E-Mobilität wird in der Region nämlich groß geschrieben: Insgesamt befinden sich 2.000 Ladepunkten in der gesamten Region Hohe Tauern. 200 neue E-Tankstellen werden rund um den Großglockner bzw. die Großglockner Hochalpenstraße neu entstehen, wie Johannes Hörl, Vorstand der Großglockner Hochalpenstraßen AG, mitteilt. Der gelieferte Strom besteht zu 100 Prozent aus Ökostrom. Und bei diesen E-Tankstellen kann man "unkompliziert und kontaktlos mit Kredit- oder Bankomatkarte bezahlen", sagt Hörl. In puncto Kosten würde man zudem rund 20 bis 30 Prozent günstiger sein als die Konkurrenz.

Welche Tiere gibt es im Nationalpark Hohe Tauern?

Im Nationalpark Hohe Tauern gibt es für Besucher:innen so einige Tiere zu bestaunen. Die "Big Five" des Schutzgebietes, also die bekanntesten Tierarten, sind: der Bartgeier, der Steinadler, der Steinbock, die Gämse und das Murmeltier.

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Ein Murmeltier im Nationalpark Hohe Tauern

© iStockphoto.com/DrDjJanek

Das ist allerdings nur ein kleiner Ausschnitt der Tierwelt, die im Nationalpark beheimatet ist. Unter anderem ist das Wintergoldhähnchen hier zuhause, der kleinste österreichische Singvogel, der nur 5 bis 6 Gramm wiegt. Auch Schneehühner, der Alpensalamander, Gänsegeier oder Fischotter sind Wildtiere, die man mit etwas Glück auf einer Wanderung zu Gesicht bekommen kann.

Was sind die wichtigsten Highlights?

Der Nationalpark hat so einiges zu bieten: Über 300 Berggipfel über 3.000 Metern Seehöhe (darunter einige der bekanntesten Österreichs), Gletscherflächen, Wasserfälle, Almen, Bergwiesen und Bergseen - sowie eine vielfältige Fauna und Flora. Einige der bekanntesten Highlights des Naturschutzgebietes sind folgende Ausflugsziele:

Großglockner

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Großglockner

Großglockner

© Shutterstock.com/kasakphoto

Der Großglockner ist mit seinen 3.798 Metern der höchste Berg Österreichs - und wohl auch der bekannteste. Der Aufstieg zum Gipfel ist technisch anspruchsvoll und sollte nur von erfahrenen Alpinisten bezwungen werden. Lokale Bergführer können beim Aufstieg helfen (eine Glocknertour ist buchbar unter der Telefonnummer: +43 4824 2700-7).

Wer im Schutzgebiet einen 3.000er erklimmen will und nicht so viel Erfahrung hat, könnte den Nachbarn des Großglockers, das Große Wiesbachhorn (3.564 m), besuchen. Der Gipfel ist auch für Hochtourenanfänger:innen geeignet, weil man nur eine kurze Strecke über den spaltenfreien Gletscher wandern muss.

Großglockner Hochalpenstraße

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Großglockner Hochalpenstraße

Großglockner Hochalpenstraße

© Shutterstock.com/Pyty

Will man den Großglockner aus nächster Nähe bewundern, ohne den Gipfel zu besteigen, so bietet sich eine Fahrt auf der 48 Kilometer langen, denkmalgeschützten Großglockner Hochalpenstraße an. Die schönste Panoramastraße des Nationalparks führt bis auf 2.571 Meter und endet an der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe.

Bereits seit 1935 genießen Besucher:innen die Fahrt entlang einer atemberaubenden Landschaft - und mit etwas Glück erhascht man am Wegesrand einen Blick auf eines der zahlreichen Wildtiere wie einen Steinbock. Insgesamt 9 kostenlose Ausstellungen warten darüber hinaus entlang der Strecke. Jährlich besuchen rund 900.000 Gäste die Großglockner Hochalpenstraße.

Krimmler Wasserfälle

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Krimmler Wasserfälle

Krimmler Wasserfälle

© Shutterstock.com/ChrisO20

Die Krimmler Wasserfälle liegen in Salzburg und bieten ein eindrucksvolles Naturschauspiel, das jährlich 400.000 Besucher:innen anlockt. Das Naturschauspiel verläuft über drei Kaskaden, wobei der Gletscherbach, die Krimmler Ache, vom Krimmler Achental bis ins Salzachtal stürzt. Mit einer Gesamtfallhöhe von über 380 Metern sind die Krimmler Wasserfälle die höchsten Wasserfälle Europas und die fünfhöchsten der Welt.

Ein vier Kilometer langer Aufstiegsweg bietet verschiedene Ansichten auf die drei Wasserfälle sowie einen Einblick in die üppige Tier- und Pflanzenwelt entlang der Wasserfälle. Der familientaugliche Wasserfall-Wanderweg ist sehr gut ausgebaut, mit teilweise steilen Passagen und einer gesamten Gehzeit von 1 Stunde und 15 Minuten. Den ersten Wasserfall erreicht man allerdings bereits nach circa 15 Minuten.

Großvenediger

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Großvenediger

Großvenediger

© Shutterstock.com/Karl Allen Lugmayer

Der Großvenediger (3.657 m) liegt an der Grenze von Tirol zu Salzburg und ist einer der bekanntesten und höchsten Gipfel Österreichs. Ihn können auch Anfänger:innen mit guter Kondition besteigen - allerdings nicht ohne passende Gletscherausrüstung und einen erfahrenen Bergführer/eine erfahrene Bergführerin. Von der Kürsinger Hütte weg beträgt die Gehzeit beispielsweise rund 5 Stunden, wobei man über 1.200 Höhenmeter überwindet.

Wildnisgebiet Sulzbachtäler

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Wildnisgebiet Sulzbachtäler

Obersulzbachtal

© Shutterstock.com/Firebird007

Die Sulzbachtäler haben einen ganz besonderen Schutzstatus: Die Region mit mehr als 6.700 Hektar, 17 Gletschern und 25 Dreitausendern ist seit 2019 ein international anerkanntes und geschütztes Wildnisgebiet.

Ein sogenanntes Wildnisgebiet fällt unter die höchste Kategorie der Weltnaturschutzunion IUCN, Kategorie I (Kategorie 1b). Nach IUCN sind Wildnisgebiete "geschützte Bereiche, die großflächig unverändert geblieben sind, ihren natürlichen Charakter bewahrt haben und vom Menschen nie permanent oder signifikant bewohnt worden sind." Im Unterschied zum restlichen Nationalparkgebiet gibt es hier unter anderem kein breites Wegenetz, keine Schutzhütten und keine Seilbahnen. Der Mensch darf weder lenkend noch korrigierend eingreifen.

Wanderungen und Besuche im Wildnisgebiet Sulzbachtäler sind erlaubt, allerdings muss man sich darauf gefasst machen, dass alles naturbelassen ist und beispielsweise umgestürzte Baumstämme nicht aus dem Weg geräumt werden.

Umbalfälle

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Umbalfälle

Umbalfälle

© iStockphoto.com/Wirestock

Die Umbalfälle liegen im Virgental in Osttirol - westlich von Hinterbichl - und entspringen dem Oberlauf der Isel, wobei der Gletscherbaches am Ursprung noch Umbalbach heißt. Vor allem im Sommer rauschen die Wassermassen in mehreren Katarakten (Wasserfallstufen) talwärts. Entlang der Wasserfälle gibt es einen Wasserschaupfad mit Schautafeln und Aussichtsplattformen.

Der leichte Wanderweg umfasst rund 6 Kilometer und ist in circa zweieinhalb Stunden (hin und zurück) zu bewältigen. Zugänglich sind die Wasserfälle von Mitte Mai bis Ende Oktober (wer mit dem Auto anreist, kann es am Autoparkplatz in Ströden abstellen).

Kitzsteinhorn

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Kitzsteinhorn

Kitzsteinhorn

© Shutterstock.com/Todoran Andrei

Der Gletscher Kitzsteinhorn (3.203 m) im Gemeindegebiet von Kaprun (Salzburg) ist ebenfalls ein beliebtes Ausflugsziel im Nationalpark Hohe Tauern - vor allem der spektakuläre Panoramablick begeistert Gäste: Auf Salzburgs höchstgelegener Panorama-Plattform (3.029 m) genießt man einen traumhaften Ausblick über die Berglandschaft.

Nationalpark Ranger:innen führen im Sommer täglich und im Winter wöchentlich kostenlos durch die "Gipfelwelt 3000" am Kitzsteinhorn. Für Familien bietet die "Ice Arena" am Kitzsteinhorn - einfach mit der Seilbahn zu erreichen - im Hochsommer (Juli bis August Rutschbahnen im Sommerschnee, einen Schneestrand, eine Schneebar und vieles mehr.

Matrei

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Matrei

Alpine Landschaft in Matrei, Osttirol

© Shutterstock.com Firebird007

In Matrei (Osttirol) können Gäste des Nationalparks unter anderem das Nationalparkhaus Matrei bei freiem Eintritt erkunden. Dort kann man eine interaktive Ausstellung (inklusive 360°-Videos), die verschiedene Lebensräume des Schutzgebietes vorstellt, besuchen.

Auch in der Region Matrei wartet eine idyllische Landschaft auf begeisterte Wanderer und Wanderinnen. Eine beliebte Route ist jene über das Teischnitztal zur Stüdlhütte, die einen atemberaubend Ausblick auf den Großglockner bietet.

Welche Touren kann man unternehmen?

Wanderbegeisterte werden im Nationalpark Hohe Tauern auf jeden Fall fündig - egal ob es sich um eine gemütliche Familienwanderung handelt oder man die Herausforderung als Wanderprofi sucht.

Hohe Tauern Panorama Trail

Seit 2021 bietet der "Hohe Tauern Panorama Trail" eine Weitwander-Route mit 17 Tagesetappen auf Augenhöhe mit den Bergen. Dabei legt man insgesamt 275 Kilometer und 14.000 Höhenmeter zurück. Ausgangspunkt sind die Krimmler Wasserfälle und am Ende kommt man in Hüttschlag im Bezirk St. Johann im Pongau an. Wanderer und Wanderinnen können zusätzlich die Bergbahnen, Shuttle-Dienste an den Etappenzielen und einen buchbaren Gepäcktransfer nutzen. Die unterschiedlichen Etappen bieten sich auch als einzelne Tages-Ausflugsziele an.

Details zu einzelnen Etappen und Wegbeschreibungen findet man auf der Website des Nationalparks: https://www.nationalpark.at/de/panorama-trail/

Themenwege

Die verschiedenen Themenwege zu Natur- und Kulturschätzen können Gäste im Nationalpark Hohe Tauern selbstständig entdecken. Entlang dieser Wege sind vor Ort verschiedenen Stationen mit Informationen aufgestellt.

Einige Beispiele für Themenwege im Nationalpark Hohe Tauern sind: Der Gletscherweg Obersulzbachtal, Smaragdweg Habachtal (Mineralogie entlang des Habachtales), Natur- und Kulturweg Oberhauser Zirbenwald, Themenweg "Blick ins Tauernfenster" (Geo-Themenweg zur Entstehung der Hohen Tauern), Wassererlebnisweg St. Jakob, APC Friedensweg (historischer Übergang von Österreich über den Krimmler Tauern nach Südtirol), Themenweg Glocknerspur – Berge Denken.

Viele der Themenwege sind geeignet für Wanderungen mit Kindern bzw. mit der Familie, da Dauer und Höhenmeter überschaubar sind.

Geführte Touren mit Nationalpark Ranger:innen

Wer das Gebiet des Nationalparks nicht ohne fachkundige Führung erkunden will, kann sich von Nationalpark Ranger:innen begleiten lassen. Sie verfügen über Wander- und Bergerfahrung und haben eine fundierte Ausbildung in Ökologie, Biologie, Botanik, Gletscherkunde oder die Geschichte des Nationalparks. Ranger:innen wissen darüber hinaus aufgrund ihrer Erfahrung, wo man am besten Steinadler, Gämsen oder Murmeltiere beobachten kann.

Im Zuge des Sommer- und Winterprogrammes des Nationalparks werden geführte Touren in die Welt der Fauna und Flora oder Multimedia-Vorträge von Ranger:innen angeboten. Es können jedoch auch individuelle Touren mit Ranger:innen (in Kärnten, Tirol oder Salzburg) gebucht werden. Viele dieser Touren beginnen mit Preisen ab 20 Euro wie etwa die "Big Five - Wildtierbeobachtung" im Sommer.

Welche Touren es aktuell gibt und Details zu den buchbaren Touren (Dauer, Ausrüstung, Schwierigkeit, Anfahrt) finden Sie hier: https://hohetauern.at/de/besuchen/tourenangebote.html

Was ist im Nationalpark Hohe Tauern verboten?

Wer sich im Nationalpark Hohe Tauern aufhält, sollte achtsam mit der Natur und den dort lebenden Wildtieren umgehen. Nationalpark Ranger:innen weisen die Gäste freundlich vor Ort auf umweltschonende und nachhaltige Verhaltensweisen hin.

Generell gilt für einen Aufenthalt im Schutzgebiet folgendes, wie Roland Rauch, Geschäftsführer der Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern GmbH, mitteilt:

  • Man sollte nur gut ausgerüstet durch den Nationalpark wandern. Das bedeutet, dass die Wanderausrüstung dem Wetter und Gegebenheiten des Gebietes angepasst sein sollte.

  • Gäste sollten die Natur und die darin lebenden Wildtiere respektieren.

  • Wildtiere sollten in ihrem Lebensraum belassen werden und nicht von Menschen angefasst werden.

  • Müll sollte wieder mit nachhause genommen bzw. entsprechend entsorgt werden. Keinesfalls sollte man Abfall im Nationalpark hinterlassen.

  • Hunde sind im Nationalpark willkommen, sollten aber im Idealfall an die Leine genommen werden. In der Kernzone, wo kein Almbetrieb herrscht, sind Vorfälle mit Hunden laut Rauch weniger ein Thema als in der Außenzone, in der bei Begegnungen mit Nutztieren wie Kühen ein achtsamer Umgang ratsam ist - vor allem im Frühling, wenn die Kälber zur Welt kommen.

In einem kurzen Video des Nationalparks sind alle wichtigen Dos und Dont‘s für Besucher:innen festgehalten:

Was bietet die Nationalpark Sommercard?

Die Nationalpark Sommercard gilt immer von 1. Mai bis 31. Oktober und beinhaltet über 60 Inklusivleistungen, wobei man täglich eine Leistung aus dem Angebot gratis nutzen kann. Zu den Attraktionen zählen unter anderem:

  • Bergbahnen: Hochalmbahn Rauris, Bergbahnen Wildkogel, Panoramabahn Kitzbüheler Alpen etc.

  • Sport- und Freizeitanlagen: Freischwimmbad Krimml, Kristallbad Wald, Bogendorf Stuhlfelden, Freizeitanlage Hollersbach, Golfclub Nationalpark Hohe Tauern etc.

  • Sehenswürdigkeiten: Burg Klammstein, Krimmler Wasserfälle, Wild & Erlebnispark Ferleiten, Goldwaschplatz Bodenhaus Rauris

  • Museen und Ausstellungen: Nationalparkzentrum in Mittersill, Mineralien-Museum und Laden Wald, Museum Bramberg, Keltendorf Stoanabichl Uttendorf etc.

  • Naturerlebnisse wie die Nationalpark-Ranger-Tour (wöchentlich geführte Wanderungen)

Bei verschiedenen Bonuspartnern erhält man mit der Sommercard Ermäßigungen. So gibt es beispielsweise 30 % Preisnachlass auf die Sommerdampfzugfahrten von Zell am See bis Niedernsill. Weitere Bonuspartner sind unter anderem: die Felsentherme Bad Gastein, Kitzsteinhorn - Gipfelwelt 3000, Sigmund Thun Klamm, Rafting Center Taxenbach, Rad und E-Bike-Verleih bei Intersport Pirchner in Rauris.

Außerdem sind diverse Mobilitätsleistungen inkludiert, die zusätzlich zu der einen Leistung aus dem Angebot kostenlos konsumiert werden können. Dazu zählen unter anderem die tägliche Gratis-Nutzung von Nationalpark-Taxis, der Pinzgauer Lokalbahnen und der Pinzgauer Regionalbuslinien (Salzburger Verkehrsverbund) sowie ein Tagesticket für die Großglockner Hochalpenstraße oder die Gerlos Alpenstraße.

Welche 6 Nationalparks gibt es in Österreich?

Neben dem Nationalpark Hohe Tauern gibt es fünf weitere Nationalparks in Österreich, die nach der weltweit gültigen Kategorisierung der Weltnaturschutzunion (International Union for Conservation of Nature, IUCN) unter die Kategorie II ("Nationalpark") fallen. Kategorie-II-Schutzgebiete sind laut IUCN "große natürliche oder nahezu natürliche Gebiete, die zum Schutz groß angelegter ökologischer Prozesse sowie einer Vielzahl von Arten und Ökosystemen, die charakteristisch für die jeweilige Region sind, eingerichtet wurden. Gleichzeitig bieten sie eine Grundlage für umwelt- und kulturgerechte, spirituelle, wissenschaftliche, pädagogische, Erholungs- und Besuchermöglichkeiten."

Das sind die 6 Nationalparks in Österreich:

Nationalpark
IUCN-Kategorie
Bundesland/Bundesländer
Fläche in Quadratkilometer (gerundet)
Nationalpark Hohe Tauern
      II
Kärnten, Salzburg, Tirol
1.857
Nationalpark Kalkalpen
      II
Oberösterreich
209
Nationalpark Gesäuse
      II
Steiermark
110
Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel
      II
Burgenland
96
Nationalpark Donau-Auen
      II
Niederösterreich, Wien
96
Nationalpark Thayatal
      II
Niederösterreich
14

Anreise zum Nationalpark und Parkmöglichkeiten

Der Nationalpark Hohe Tauern erstreckt sich über die drei Bundesländer Kärnten, Tirol und Salzburg. Je nachdem, welchen Teil des Nationalparks man besuchen will, ist auch der Anfahrtsweg ein anderer. Wichtige Ausgangsorte sind unter anderem: Mittersill (hier steht das Nationalparkzentrum), Bad Gastein oder Zell am See in Salzburg, Matrei oder Lienz in Osttirol sowie Heiligenblut in Kärnten.

Anreise mit dem Flugzeug
Für Gäste von außerhalb Österreichs ist der Salzburg Airport ein guter Ausgangspunkt, um in den Nationalpark Hohe Tauern zu reisen. Vom Flughafen Salzburg aus, der rund eineinhalb Stunden vom Nationalpark Hohe Tauern entfernt liegt, kann man entweder auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen oder mit dem Transport Shuttle in die Ferienregion reisen. Als dritte Option ist es ebenfalls möglich, einen Mietwagen zu nehmen.

Anreise mit Bus und Bahn
Generell kann die Ferienregion National Park Hohe Tauern einfach mit öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bus und Bahn erreicht werden. So fährt die Pinzgauer Lokalbahn - auch als Nationalparkbahn bekannt - von Zell am See bis Krimml. Dabei kann man die gesamte Region umweltschonend und stressfrei entdecken. Die Fahrpläne und Tarife der Pinzgauer Lokalbahn sind online abrufbar.

Aber auch die ÖBB (Zugfahrplan ÖBB) oder die Deutsche Bahn haben Verbindungen in die Region Nationalpark Hohe Tauern, etwa nach Mittersill in Salzburg, wo das Nationalparkzentrum steht. Zielbahnhöfe sind zum Beispiel: Mallnitz (Kärnten), Mittersill oder Zell am See (Salzburg), Lienz (Osttirol).

Anreise mit dem Auto
Generell erreicht das Schutzgebiet von den einzelnen Tälern des Pinzgaus, Pongaus und des Lungaus im Salzburger Teil des Nationalparks, vom Iseltal und dem Lienzer Talboden in Osttirol und vom Mölltal sowie im Raum Malta in Kärnten.
Von Norden kommend fährt man über die A10 Tauernautobahn in Richtung Nationalpark Hohe Tauern. Alternativ und um dem Ferienverkehr auszuweichen, kann man durch das Gasteinertal anreisen und in Böckstein den Autozug nehmen, der via Autoschleuse zum Bahnhof Mallnitz weiterfährt. Von Mittersill aus gelangt man über die Felbertauernstraße - mit herrlichem Ausblick - durch den gleichnamigen Tunnel beispielsweise nach Matrei in Osttirol.

Von Westen kommend, reist man über Süd- und Osttirol durch das Pustertal an. Von Osten kommend (Linz/Wien) nimmt man am besten die A1 Westautobahn und fährt anschließend über die A10 in den Nationalpark. Von Süden kommend (Klagenfurt/Villach) bietet sich die A2 Südautobahn an, wobei man über den Knoten Villach in die Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern anreist. Wer aus dem Südosten anreist, wie beispielsweise aus Graz, der fährt zunächst am besten auf der A9 (über Liezen nach Pongau) und später auf der A10 weiter ins Naturschutzgebiet.

Hotels im und rund um das Schutzgebiet

In der Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern bieten eine Vielzahl an Unterkünften Platz für Gäste - angefangen vom Campingplatz oder Gasthof über Bauernhöfe bis hin zu 4- und 5-Sterne-Hotels.

Hier können Sie Unterkünfte in der Region Nationalpark Hohe Tauern buchen:
https://www.nationalpark.at/de/unterkuenfte-pauschalen

Tipps für Unterkünfte

Hier folgen einige Tipps für Unterkünfte in der Region Nationalpark Hohe Tauern:

Hotel Flatscher in Stuhlfelden

Das Hotel-Gasthof Flatscher feierte 2018 sein 700-jähriges Bestehen und überzeugt die Gäste mit rustikalem Charme und einer heimeligen Atmosphäre. Der alteingesessene Familienbetrieb kann auch mit einer ausgezeichneten Küche aufwarten, die mit Regionalität (die Produkte kommen teils vom eigenen Bauernhof) und Tradition punktet.

Bauernhof Burgeck

Der Bio-Bauernhof Burgeck liegt in Niedersill (Salzburg) am Taleingang des Mühlbachtals. Zum Familienbetrieb gehört neben der Pension noch eine Jausenstation. Die hauseigene Rinderzucht (8 Milchkühe, 10 Jungrinder & Kälbern) versorgt Gäste mit frischer Milch, Käse, Butter, Topfen, Joghurt und Frischkäse. Vom Bauernhof aus kann man Wanderungen ins Nationalpark-Gebiet unternehmen.

Feriengut Ottacherhof

Das familienfreundliche Feriengut Ottacherhof liegt in Hollersbach bietet 10 Apartments bzw. Ferienwohnungen von 35 bis 88 Quadratmetern. Kinder kommen im Indoor-Spielraum oder am Kinderspielplatz im Garten des Feriengutes auf ihre Kosten. Im 2. Stock entspannt man im Panorama-Wellnessbereich. Von der Unterkunft aus, kann man leicht zu einer Wanderungen der umliegenden Gipfel aufbrechen oder die Gegend mit dem Fahrrad oder E-Bike erkunden.

Hotel Krimml

Im hoteleigenen Restaurant "Bacher's Platzl" können sich Gäste zum Beispiel mit den berühmten Salzburger Nockerln kulinarisch verwöhnen lassen. Vom Hotel Krimml aus sind es nur rund 20 Minuten Fußweg zu den Krimmler Wasserfällen. Außerdem ist das Krimml von insgesamt 30 Bergen mit über 3.000 Metern Höhe umgeben, ein perfekter Ausgangspunkt für Wanderlustige.

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