ABO

EasyJet rechnet wegen Iran-Krieg mit höherem Verlust

Aktualisiert
Lesezeit
2 min
Stark gestiegene Treibstoffkosten belasten - Nachfragedämpfer
©Afp, APA, STEFANO RELLANDINI
Der britische Billigflieger EasyJet rechnet wegen der stark gestiegenen Treibstoffkosten infolge des Iran-Krieges mit einem deutlich höheren Verlust. Im ersten Geschäftshalbjahr werde ein Vorsteuerverlust zwischen 540 und 560 Mio. Pfund (621,15 und 644,16 Mio. Euro) erwartet. Im Vorjahreszeitraum lag das Minus bei 394 Mio. Pfund.

von

Der Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran verunsichert Passagiere und dämpft die Nachfrage für den Sommer. Für das dritte Quartal sind nach Angaben von Easyjet bisher 63 Prozent der Tickets verkauft nach 65 Prozent im Vorjahr. Kunden mieden derzeit Ziele wie die Türkei, Ägypten und Zypern. Dagegen gebe es eine starke Nachfrage nach Inlandsflügen und Zielen im westlichen Mittelmeerraum. Die Kunden buchten zudem kurzfristiger. Die weitere Entwicklung der Sommerbuchungen hänge davon ab, was in den kommenden ein bis zwei Wochen im Nahen Osten geschehe, sagte EasyJet-Chef Kenton Jarvis.

Die Kerosinpreise sind in den vergangenen Wochen kriegsbedingt auf bis zu 200 Dollar (169,78 Euro) pro Barrel (159 Liter) gestiegen. Zwar hat sich EasyJet für den Sommer zu 70 Prozent gegen Preisschwankungen beim Treibstoff abgesichert, wie Jarvis sagte, die Volatilität wirke sich jedoch auf die ungesicherten Mengen aus. Im März seien dadurch Mehrkosten von 25 Mio. Pfund entstanden. Hinzu kämen 30 Mio. Pfund für höhere rechtliche Rückstellungen. Sollten die Treibstoffkosten länger auf diesem hohen Niveau bleiben, werde dies branchenweit zu steigenden Ticketpreisen führen, warnte der Manager.

MILAN - ITALIEN: FOTO: APA/APA/AFP/STEFANO RELLANDINI

Über die Autoren

Logo
Monatsabo ab € 21,75
Ähnliche Artikel
2048ALMAITVEUNZZNSWI314112341311241241412414124141241TIER