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Nach mehreren Verhandlungsrunden sei bis zuletzt kein verhandlungsfähiges Angebot der Fluggesellschaft vorgelegen. "Statt konkreter Verbesserungen beharrte die Arbeitgeberseite darauf, dass jede Erhöhung der Vergütung an anderer Stelle kompensiert werden müsse", erklärte Tanja Viehl, Leiterin Tarifpolitik und Verhandlungsführerin der Vereinigung Cockpit (VC).
Vorige Woche gab es bereits einen eintägigen Streik der Piloten bei der Kernmarke Lufthansa und deren Frachttochter Cargo. Dazu kam zeitgleich ein Arbeitskampf des Kabinenpersonals bei der Kernmarke (Lufthansa Classic) sowie bei der Cityline. Es fielen insgesamt rund 800 Flüge aus, und etwa 100.000 Passagiere waren betroffen.
Die Lufthansa Cityline steht mittelfristig vor der Schließung. Die VC erklärte, selbst wenn der Konzern unternehmerische Entscheidungen über die Zukunft einzelner Flugbetriebe treffe, entbinde dies nicht von der Verantwortung, laufende Tarifverhandlungen ernsthaft und konstruktiv zu führen. Die Gewerkschaft bleibt nach eigenen Angaben "jederzeit zu konstruktiven Sondierungsgesprächen bereit". Voraussetzung dafür sei jedoch die Bereitschaft des Arbeitgebers, "tatsächliche Verbesserungen anzubieten - ohne versteckte Gegenfinanzierung und ohne taktische Verzögerung".



