von
Maximilian von Habsburg hatte in seinem Schloss Miramare bei Triest nahezu 2.000 ägyptische Objekte zusammengetragen. Nach seinem Tod gelangten diese Bestände in die Ägyptisch-Orientalische Sammlung des KHM. Für die Dauer der Ausstellung bis zum 1. November 2026 kehrt nun eine Auswahl dieser Exponate nach Miramare zurück.
Organisiert wird die Schau von Museum und Park des Schlosses Miramare gemeinsam mit dem KHM in Zusammenarbeit mit der Stadt Triest und der Region Friaul-Julisch Venetien. Wissenschaftliche Unterstützung kommt vom Ägyptischen Museum in Turin. Die Kuratorinnen und Kuratoren Massimo Osanna, Christian Greco, Cäcilia Bischoff und Michaela Hüttner wählten eine Reihe von Objekten aus den Sammlungen aus, die Maximilian von Habsburg in verschiedenen Lebensphasen zusammengetragen hatte.
Die Ausstellung schlägt zugleich eine Brücke zur Stadt Triest und zur sogenannten "Ägyptomanie", einer Modeerscheinung, die im 19. Jahrhundert dort besonders verbreitet war. Sie zeichnet die Geschichte der Sammlung im historischen Kontext nach, beleuchtet die Interessen des Erzherzogs und regt zu einer Reflexion über die Entwicklung des Museumsbegriffs im 19. Jahrhundert an: von der privaten Sammlung zur ästhetischen Freude hin zu einem Ort der wissenschaftlichen Forschung, Bewahrung und öffentlichen Präsentation.
Bereits Anfang der 1850er-Jahre erwarb Maximilian erste ägyptische Artefakte vom ehemaligen Generalkonsul in Alexandria, Anton von Laurin. In den folgenden Jahren wuchsen die Bestände durch diplomatische Missionen und weitere Ankäufe. Der Erzherzog verstand sie auch als Beitrag zur historischen und philologischen Erforschung der ägyptischen Zivilisation.
Schloss Miramare liegt auf einer Felsenklippe über der Bucht von Grignano an der Adria, rund fünf Kilometer nordwestlich von Triest. Das Schloss wurde zwischen 1856 und 1860 für Erzherzog Ferdinand Maximilian von Österreich, den Bruder Kaiser Franz Josephs I., und seine Gattin Charlotte von Belgien errichtet. Architekt und Bauleiter war Carl Junker. Die Stadt Triest und ihre Umgebung gehörten bereits seit dem 14. Jahrhundert zur Habsburgermonarchie und blieben bis 1918 österreichisch.
TRIESTE - ITALIEN: FOTO: APA/APA/AFP/ANDREAS SOLARO






