Tipps und Fakten rund um die Zeitumstellung

Es ist wieder soweit: Am 31. Oktober 2021 endet die Sommerzeit. Die Zeiger werden in Europa in der Nacht von Samstag auf Sonntag um 3.00 auf 2.00 Uhr zurückgedreht. Wir verraten, wie Sie die Umstellung auf Winterzeit problemlos über die Runden bringen.

von Zeitumstellung © Bild: iStockphoto.com/CatLane

Fakten ...

Vor oder zurück?

Was eigentlich schon längst Routine sein sollte, sorgt dennoch immer wieder für Verwirrung. Müssen wir den Zeiger im Winter nun eine Stunde im oder gegen den Uhrzeigersinn drehen? Die Antwort lautet: Die Uhr wird zurück gedreht. Mit anderen Worten: Wir gewinnen am Tag der Zeitumstellung eine Stunde.

Wie lange stellen wir noch um?

Wegen der Coronakrise ist es weiterhin völlig unklar, wie es mit der Zeitumstellung in der EU weitergehen wird. Das Europaparlament hatte im März 2019 mit großer Mehrheit für die Abschaffung der Sommerzeit per 2021 gestimmt - oder ein Jahr später, wenn es Schwierigkeiten für den Binnenmarkt geben sollte. Dem müssen die Mitgliedsstaaten jedoch mehrheitlich noch zustimmen, damit dies Realität werden kann.

Wohlbefinden leidet

Auch wenn es sich nur um eine Stunde handelt: Die Umstellung von Sommer- auf Winterzeit und umgekehrt, beeinflusst unseren Biorhythmus, unsere Organe und unser Wohlbefinden enorm: "Müdigkeit, Gereiztheit, Konzentrationsschwierigkeiten, weniger Leistungsfähigkeit, schlechte Laune oder auch Kopfschmerzen und Unwohlsein in der Magengegend können als Folgen in den ersten Tagen nach der Zeitumstellung spürbar sein", sagt Marina Sallaberger, Expertin für gesunden Lifestyle und Autorin des Sachbuchs "Schlafen wie ein Murmeltier". Die Umstellung habe die Wirkung eines Mini-Jetlags auf den Körper.

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Melatonin-Produktion auf Hochtouren

Mit der Umstellung auf Winterzeit wird es abends eine Stunde früher dunkel. Und wir alles in allem müder. Schuld daran ist die vermehrte Produktion des Schlafhormons Melatonin. Dieses beginnt unser Körper bei Dunkelheit zu produzieren. "Die Zirbeldrüse im Gehirn sorgt dafür, dass wir unser 'Schlafhormon' Melatonin produzieren. Ist der Rhythmus unterbrochen wie das bei der Zeitumstellung der Fall ist, gerät auch die Hormonproduktion außer Balance", sagt Schlafexperte Peter Sallaberger, Geschäftsführer vom Betten- und Gesundheitszentrum Sallaberger.

Medizinisch bedenklich

Dass die Zeitumstellung gar nicht mal so ohne ist, zeigen diverse Studien: So kommt es etwa in den Tagen nach der Umstellung zu mehr Verkehrsunfällen. Zudem werden mehr Menschen mit Verdacht auf Herzinfarkt ins Krankenhaus eingewiesen.

... und Tippps

Vorbeugen

Astrid und Marina Sallaberger, die Autorinnen des Buches "Schlafen wie ein Murmeltier", raten Folgendes: "Am besten ist es, sich schon einige Tage vor der Zeitumstellung auf den neuen Rhythmus einzurichten. Das gelingt, wenn man die üblichen Rhythmen von Essen und Schlafen beibehält. Praktiziert man dies schon 3 bis 4 Tage vor der Zeitumstellung, gewöhnt sich der Körper daran und die Umstellung selbst bringt den Rhythmus nicht mehr durcheinander."

Licht tanken

Unsere innere Uhr orientiert sich am Grad der Helligkeit. Damit unser Körper aufgrund des fehlenden Tageslichts nicht gleich in den Schlafmodus geht, nutzen Sie jede nur erdenkliche Lichtquelle. Künstliches Licht hilft dabei ebenso wie Sonnenlicht. Und ausgedehnte Spaziergänge an der frischen Luft sind sowieso gut.

Früher aufstehen

Ja, es fällt schwer. Doch anderseits erleichtert es Ihnen die Zeitumstellung. Unser Tipp daher: Stehen Sie am Montag eine halbe Stunde früher auf als üblich. So schaffen Sie zu Wochenbeginn einen sanfteren Übergang in die Winterzeit. Und die Zeit, die Sie dadurch gewinnen, können Sie beispielsweise für einen kurzen Morgenspaziergang nutzen.

Leichte Mahlzeiten

Nehmen Sie in den ersten Tagen nach der Zeitumstellung abends nur leichte Mahlzeiten zu sich. Verzichten Sie außerdem drei Stunden vor dem Schlafengehen auf Alkohol, Kaffee und andere aufputschende Getränke. So können Sie abends leichter einschlafen - auch wenn Sie quasi eine Stunde früher zu Bett gehen müssen als gewohnt.

Pausen einlegen

Wenn die Müdigkeit Sie tagsüber quält, legen Sie sich eine kleine Pause ein. Damit meinen wir aber nicht, dass Sie sich ein Schläfchen gönnen sollen. Gehen Sie, wenn es die Zeit erlaubt, an die frische Luft. Oder aber stehen Sie zumindest vom Arbeitsplatz auf, holen Sie sich ein Glas Wasser und nehmen Sie ein paar tiefe Atemzüge am geöffneten Fenster.

Sanfte Helfer

Wenn das Ein- und Durchschlafen nach der Zeitumstellung Probleme bereitet, greifen Sie bitte nicht sofort zu starken Schlaftabletten. Es geht auch sanfter. Nämlich mit natürlichen Mitteln, basierend etwa auf Baldrian, Passionsblume oder Melisse.

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