Wien von

Aufregung um Sex-Szene
im Miniatur Tirolerland

In Modellbau-Attraktion sehen Besucher ein nacktes Paar beim Liebesspiel

Miniatur Tirolerland © Bild: APA/Techt

Das Miniatur Tirolerland erfreut seit geraumer Zeit sowohl Modellbau-Fans als auch Familien mit Kindern mitten in Wien. Doch nun brachte es vor allem Letztere gegen sich auf. In einer Szenerie wird ein Liebesspiel – inklusive lebensechter Bewegungen – dargestellt.

22.000 kleine Figuren tummeln sich im Miniatur Tirolerland beim Wiener Naschmarkt im Maßstab 1:87 und erfreuen die Besucher dieser „Wunderwelt des Staunens“, wie sich die Attraktion selbst beschreibt. Die Figuren wie auch Landschaften wirken wie echt.

Umso größer war die Aufregung um eine ganz spezielle Szene, die in der fiktiven Mini-Hauptstadt „Wiensbruck“ statt findet: Auf der Terrasse eines Hauses können die Besucher ein nacktes Paar beim Sex beobachten – inklusive lebensechter Bewegungen.

"Völlig unpassend"

Als „seltsam“, „unpassend“ oder „irritierend“ bis zu „völlig unpassend“ wird diese „besondere“ Attraktion vor allem von Eltern kritisiert. Der Betreiber des Miniaturlandes versteht die Aufregung indes nicht. Er sei nicht prüde und es gäbe zwei Rotlicht-Gassen in Wiensbruck. Die Sexszenen können zudem nur Erwachsene sehen, denn Kinder blicken nicht so weit hinauf, erklärt Wolfgang Pröhl der Zeitung „Heute“.

Doch die Sexszene allein sei es gar nicht, die für – zumindest – Verwunderung sorgt. Auch ein Mini-Wohnwagen mit der Aufschrift „Gabi hilft auch dir!“ vor dem Menschen Schlange stehen während das Mobil wackelt, kann nicht ganz nachvollzogen werden. Ein Hund laufe darin herum, so die Erklärung des Betreibers.

Kinderunfreundlich?

Vielleicht sind diese etwas allzu realitätsnahen Darstellungen aber auch nur ein Versuch, das Zielgruppen-Alter etwas zu heben? Unter den letzten Feedback-Kommentaren zu der Attraktion auf deren Facebook-Seite finden sich Erfahrungsberichte, wonach Familien mit kleinen Kindern hinausgeworfen wurden, nachdem die Kinder etwas angefasst hatten oder nur darauf gezeigt. Ein weiterer Vater bewertet die Ausstellung auch als „nicht wirklich kinderfreundlich“.