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Tipps für den Pool-Bau

Splish splash! In zehn Schritten zum eigenen Badeparadies.

Frau im Pool, Symbolbild © Bild: Thinkstock

Mit dem Frühling kommt der Sommer und mit ihm die wunderbar warmen Temperaturen. Spätestens dann überkommt uns wieder die Lust auf eine erfrischende Abkühlung. Wenn Sie sich hierfür bisher mit Rasensprenger und Gartenschlauch begnügen mussten, seit langem aber schon nach dem Luxus eines eigenen Pools dürsten, dann wird es Zeit! Erfüllen Sie sich den Traum von Ihrem privaten Schwimmbad! Wir verraten Ihnen, worauf beim Bau zu achten ist - vom richtigen Standort bis hin zur passenden Ausstattung.

THEMEN:

1. Sonnenplatz

Ihr Pool braucht maximale Sonneneinstrahlung. Soll heißen: Ein paar Stunden Sonne am Vor- oder Nachmittag reichen nicht aus, um das Wasser zu erwärmen. Bedenken Sie: Je mehr Sonne das Wasser abbekommt, desto weniger müssen Sie heizen, was sich wiederum positiv für Ihr Geldbörsel bemerkbar macht. Hecken oder Mauern sollten der Sonne nicht im Weg stehen. Und auch wenn Sie das Wasser durchwegs beheizen - spätestens beim Ausstieg wird der Badespaß zu einem frostigen Vergnügen, wenn der Pool im Dauerschatten liegt.

2. Achtung, Bäume

Platzieren Sie das Becken keinesfalls unter Bäumen. Nicht nur, dass sie die Sonnenstrahlen abhalten, über kurz oder lang ziehen Sie auch die Filteranlage in Mitleidenschaft. Diese wird durch abgeworfene Blätter, Blüten oder Nadeln stark verschmutzt. Wenn Sie den Poolrand dennoch begrünen wollen, dann halten Sie sich an niedrige immergrüne Zierpflanzen.

3. Windschatten

Weht ein ständiger Wind über die Wasseroberfläche, kühlt das Wasser schneller ab, ergo: Sie müssen mehr heizen und haben höhere Kosten. Zudem kann ein permanenter Windzug das Schwimmvergnügen ganz schön trüben. Mauern oder dichte Hecken schaffen hier Abhilfe. Auch können Sie das Becken überdachen. Auf diese Weise lässt sich die Freibadsaison problemlos bis in den Herbst hinein verlängern.

4. Anschlüsse

Was Sie auf keinen Fall vergessen sollten: Wasser- und Stromanschluss müssen in der Nähe des künftigen Pools sein. Ist dies nicht der Fall, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder Sie planen den Standort des Beckens um oder Sie schreiten zu Taten, wappnen sich mit Hacke und Schaufel und beginnen zu graben. (Das Legen der Leitungen überlassen Sie dann aber besser doch dem Fachmann.)

5. Pooltiefe

Wenn Sie also wissen, wohin der Pool kommt, sollten Sie bestimmen, wie tief Sie ihn gerne möchten. Das hängt ganz davon ab, wofür er vorrangig genutzt wird. Wenn zum Beispiel Kinder im Wasser spielen können sollen, darf das Becken natürlich nicht zu tief sein. Anderseits beträgt die Mindesttiefe, um unbeschwert schwimmen zu können, 1,20 Meter.

6. Versenktes Becken

Je mehr Wasser - und je weniger Beckenrand - zu sehen ist, desto attraktiver wirkt der Pool. Sie müssen also entscheiden, wie tief Sie den Pool in den Boden versenken wollen. Vergessen Sie dabei aber nicht die Kosten für Aushub und Abtransport des Erdmaterials. Je tiefer der Pool letzten Endes liegt, desto tiefer müssen Sie auch ins Geldbörsel greifen.

7. Abdeckung

Während das Wasser tagsüber verdunstet, kühlt es des nächtens stärker ab. Für Sie bedeutet das: Mehr heizen, mehr Wasser nachfüllen - was sich wiederum finanziell bemerkbar macht. Folien, Rollläden oder Überdachungen helfen, Energie zu sparen. Gleichzeitig schützen sie vor Verschmutzungen.

8. Ausstieg

So viel Spaß das Baden auch macht - irgendwann wird man auch den schönsten Pool wieder verlassen. An dieser Stelle kommen Treppe oder Leiter ins Spiel. Ob diese einen optischen Akzent setzen oder einfach nur ihren Zweck erfüllen sollen - sie müssen auf jeden Fall bequem und sicher benutzbar sein. Handläufe und rutschfeste Stufen tragen hierzu ein Wesentliches bei.

9. Klares Wasser

Eine Wasseraufbereitungsanlage, die das nasse Element mit Pflegemitteln reinigt und vor Keimbildung schützt, ist unverzichtbar. Verunreinigungen werden dabei durch die Filteranlage und Umwälzungen des Wassers entfernt.

10. Baugenehmigung

Ab einer gewissen Pool-Größe brauchen Sie eine Genehmigung fürs Bauen. Zwar gelten in jedem Bundesland andere Vorschriften, prinzipiell aber hat man ab einer Wassermenge von 50 Kubikmeter eine Genehmigung einzuholen. Informieren Sie sich hierüber bei Ihrer örtlichen Baubehörde.

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