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IOC sitzt auf einer Milliarde Dollar

Enorme Geldreserven dank explodierender Einnahmen durch TV- und Sponsorgelder

Jacques Rogge, IOC © Bild: Getty/Walton

Der scheidende Präsident Jacques Rogge übergibt das Internationale Olympische Komitee finanziell bestens ausgestattet an seinen am Dienstag zu wählenden Nachfolger. In seiner Abschiedsrede wies der Belgier am Sonntag vor der IOC-Vollversammlung in Buenos Aires darauf hin, dass die Reserven des IOC während seiner zwölfjährigen Amtszeit von 105 Millionen Dollar bis 31.12.2012 auf fast eine Milliarde Dollar (765 Millionen Euro) angewachsen seien. Rogge führte dies vor allem auf die in dieser Periode ständig wachsenden Einnahmen aus TV- und Sponsorverträgen zurück.

Rogge meinte, die wachsenden Reserven seien ihm wichtig gewesen, um die Existenz der Organisation im Zeichen der fünf Ringe speziell nach der Wirtschaftskrise 2008 im Fall eines Ausfalls von Olympischen Spielen nicht zu gefährden. "Diese Reserve sichert in Verbindung mit dem Abschluss einer Versicherung das weitere Funktionieren des IOC auch im Fall einer großen Krise", betonte der Mediziner.

Das große Plus verdankt das IOC vor allem dem Anstieg der TV-Gelder. Hatten die Einnahmen für die Periode 2002/2004 noch 2,2 Milliarden (1,68 Mrd. Euro) Dollar betragen, so wuchsen sie für 2014/2016 vorerst auf mehr als 4 Milliarden (3,05 Mrd. Euro) an. Dabei sind noch gar nicht alle Verträge unter Dach und Fach. Die zehn Top-Sponsoren haben für 2013 bis 2016 bereits Verträge über eine Milliarde Dollar unterschrieben.

"Trotz unserer soliden finanziellen Lage müssen wir realistisch bleiben", meinte Rogge. "Die Welt befindet sich in einer Wirtschaftskrise. Das IOC muss sicherstellen, dass es seine Politik der Kostenkontrolle und der Größe und Komplexität der Spiele fortsetzt und intensiviert."

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