Kristina Inhof: Sportlich und unterhaltsam

Kristina Inhof tanzt auf zwei Hochzeiten. Neben ihrer Tätigkeit in der ORF-Sportredaktion moderiert die Niederösterreicherin auch Sendungen im Showbereich. Für sie passt das gut zusammen, denn "Sport ist eben auch Unterhaltung".

von Kristina Inhof © Bild: Elke Mayr

Steckbrief Kristina Inhof

  • Name: Kristina Inhof
  • Geboren am: 1. Oktober 1988 in Mödling
  • Sternzeichen: Waage
  • Wohnt in: Bezirk Mödling, NÖ
  • Ausbildung: Studium der Sportwissenschaft mit Schwerpunkt Sportmanagement an der Universität Wien, Absolventin der WIFI-Medienakademie
  • Beruf: Fernsehmoderatorin und Sportjournalistin beim ORF
  • Familienstand: vergeben

Kristina Inhof wurde am 1. Oktober 1988 im niederösterreichischen Mödling geboren. Ihrer Heimat ist sie bis heute treu geblieben. "Ich lebe nach wie vor in Niederösterreich, habe nur mein Studium in Wien auf der Schmelz absolviert", verrät die ORF-Moderatorin gegenüber News.at. "Ich genieße es sehr, die Natur und die Weinberge um mich zu haben, aber in wenigen Minuten in der Großstadt sein zu können", fasst sie die Vorzüge ihres Wohnortes zusammen.

Kristina Inhof, der Medienprofi

Für unser Porträt treffen wir Kristina Inhof am Sportklub-Platz im 17. Wiener Gemeindebezirk. Sie kommt pünktlich, hat ein Lächeln auf den Lippen und posiert trotz Eiseskälte gut gelaunt und entspannt für unsere Fotografin. Man merkt: Kristina Inhof ist ein Medienprofi. Seit ihrer Teilnahme bei "Dancing Stars" kommt auch noch ein gewisses schauspielerisches Talent dazu.

»Meine Authentizität und meine Natürlichkeit zählen zu meinen Stärken«
Kristina Inhof
© Elke Mayr Kristina Inhof wirft sich in Pose.

Dass ihr Lächeln trotz aller Professionalität nicht aufgesetzt wirkt, ist einer der großen Vorzüge der Sportjournalistin. "Meine Authentizität und meine Natürlichkeit zählen zu meinen Stärken", meint Kristina Inhof. Ihr sei es wichtig, "echt" zu sein und keine Rolle zu spielen.

Kristina Inhofs Kindheit

Kristina Inhof ist mit ihren Eltern und ihrem vier Jahre jüngeren Bruder in Niederösterreich aufgewachsen. Zur Familie gehörte auch ein Schäferhund. Sie sei als Kind "sehr aufgeweckt und gesprächig" gewesen, erinnert sich die Moderatorin. Schon früh habe sie die Bühne gesucht und im Urlaub an Mini-Playback-Shows teilgenommen. "Ich war der größte Britney-Spears-Fan und habe jeden Zeitungsschnipsel von ihr ausgeschnitten", lacht Kristina Inhof.

Kristina Inhof
© privat Süßer Fratz: Kristina Inhof als Kleinkind

Sport spielte bei der Familie Inhof ein große Rolle. Als Tochter eines Sportlehrers startete Kristina früh mit dem Skifahren und Tennisspielen. Die größte Leidenschaft entwickelte sie für den Handball, während ihrer Schulzeit spielte sie jahrelang bei Hypo Niederösterreich.

Welche Werte wurden Kristina Inhof von ihren Eltern vermittelt? "Der Glaube an sich selbst, die Freiheit sein Leben so gestalten zu können, wie man das möchte. Die Disziplin, um Dinge, die man möchte, auch zu erreichen. Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft seinen Mitmenschen gegenüber", fasst es die ORF-Moderatorin zusammen.

Leidenschaft für Sport und Moderation

Bereits während der Schulzeit manifestierte sich bei Kristina Inhof der Wunsch, Moderatorin zu werden. "Ich hatte in der HAK Mödling ein Unterrichtsfach, wo es ums Präsentieren ging. Das machte mir viel Spaß und meine Lehrer und Mitschüler gaben mir immer gutes Feedback, sodass ich an dieser Leidenschaft festhielt", meint die Sportjournalistin heute.

Kristina Inhof
© privat Die Leidenschaft fürs Moderieren hat Kristina Inhof schon früh entdeckt.

Nach der Matura an der Vienna Business School im Jahr 2008 startete Kristina Inhof ihr Studium der Sportwissenschaften mit dem Schwerpunkt Sportmanagement an der Universität Wien, das sie 2012 mit dem Bachelor abschloss. Sie absolvierte zudem die WIFI-Medienakademie. Während des Studiums machte sie ein Auslandssemester an der Universität Las Palmas de Gran Canaria, wo sie ihre Spanisch-Kenntnisse perfektionierte.

Während Ferialpraktika beim Radio und Fernsehen konnte Kristina Inhof erste Erfahrungen im Medienbereich sammeln. Ihre TV-Karriere startete sie beim Wiener Lokal-TV-Sender "W24". Danach war die sportbegeisterte Niederösterreicherin beim Privatsender PULS 4 als Co-Moderatorin von Champions-League-Spielen zu sehen. Im April 2015 zog es Kristina Inhof nach Deutschland, wo sie das Moderatorenteam des Pay-TV-Senders Sky Deutschland verstärkte.

Kristina Inhof
© privat Kristina Inhof in jüngeren Jahren

Kristina Inhofs Start beim ORF

Im Jahr 2015 ging Kristina Inhof schließlich zum ORF und moderierte zusammen mit Andi Knoll die Castingshow "Die große Chance der Chöre". Sie wusste die Verantwortlichen zu überzeugen und begann kurz darauf in der ORF-Sportredaktion zu arbeiten, wo sie bis heute tätig ist.

"Die große Chance der Chöre"-Moderatoren Kristina Inhof und Andi Knoll
© ORF/Milenko Badzic Kristina Inhof mit Andi Knoll

Neben ihrer Tätigkeit in der ORF-Sportredaktion ist Kristina Inhof auch dem Unterhaltungsbereich treu geblieben. Seit 2018 präsentiert sie etwa die Höhepunkte des Wiener Opernballs, der in den letzten Jahren coronabedingt nicht stattfinden konnte.

Kristina Inhof bei Dancing Stars

ORF-Zuschauern, die sich nicht unbedingt für Fußball interessieren, ist Kristina Inhof spätestens seit der Moderation von "Dancing Stars" ein Begriff. 2020 sprang sie spontan für Mirjam Weichselbraun ein und moderierte die Tanzshow an der Seite von Klaus Eberhartinger. Ein Jahr später nahm sie als Promitänzerin an der Show teil. "Ich bin überglücklich, auch die Erfahrung als Teilnehmerin gemacht zu haben. Ich wollte schon immer wissen, wie es sich anfühlt, in einem tollen Kleid und mit einem Profitänzer am Parkett zu stehen und zu performen", meint Kristina Inhof.

Kristina Inhof und Dimitar Stefanin
© ORF/Hans Leitner Kristina Inhof mit ihrem "Dancing Stars"-Partner Dimitar Stefanin

An der Seite von Tanzprofi Dimitar Stefanin schaffte es Kristina Inhof im Jahr 2021 bis ins Finale, wo sie den 3. Platz erreichte. Auch wenn das Training äußerst anstrengend war und sie monatelang in einer Art Blase lebte, erinnert sich die Moderatorin gerne an die Zeit bei "Dancing Stars" zurück. Würde sie die Show, die im Jahr 2022 pausiert, gerne nochmals moderieren? Womöglich im Duett mit Mirjam Weichselbraun? "Na klar würde ich diese Show wieder moderieren, es hat mir ja unglaublich viel Spaß gemacht", meint Kristina Inhof. Sie vertraue jedoch darauf, "dass alles so kommt, wie es soll, und lasse mich vom Leben überraschen".

Kristina Inhof über ...

... ihr Lieblingsbuch
Liebeskind von Romy Hausmann

... ihre Lieblingsserie
Valeria (Netflix)

... ihre Lieblingsmusik
alles von Dua Lipa

... ihre Lieblingsspeise
Sushi

Sport und Unterhaltung

Der Spagat zwischen dem ORF-Sport und dem Showbereich ist für Kristina Inhof in Wahrheit keiner. "Sport ist eben auch Unterhaltung, es geht immer um die großen Gefühle, um Sieg oder Niederlage. David gegen Goliath. Daher sind die beiden Bereiche so gut kombinierbar. Für mich geht es beim Fernsehen um die Emotionen, die transportiert werden, und das funktioniert sowohl im Sport als auch bei 'Dancing Stars'", meint die Moderatorin.

»Sport ist eben auch Unterhaltung, es geht immer um die großen Gefühle, um Sieg oder Niederlage. David gegen Goliath«
Kristina Inhof
© Elke Mayr Kristina Inhof liebt den Fußball.

Das kurzfristige Einspringen für Mirjam Weichselbraun bei "Dancing Stars" bezeichnet Kristina Inhof auch als einschneidendste berufliche Erfahrung ihres Lebens. Dies habe ihr Leben binnen weniger Wochen verändert und "für jede Menge Bauchkribbeln gesorgt". Als bislang größte Herausforderung bezeichnet sie die Moderation der Fußballspiele während der Euromeisterschaft 2021.

Frauen im ORF-Sport

Kristina Inhof gehört neben Alina Zellhofer zu jenen Sportmoderatorinnen, die den ORF-Sport seit einigen Jahren prägen. Das einstige Männerbusiness ist in den letzten 10 Jahren deutlich weiblicher geworden. Was können sich andere Frauen von Kristina Inhof abschauen? "Dass man mit Fleiß, Durchhaltevormögen und ehrlichem Interesse alles schaffen kann", meint die Journalistin.

»Anfangs wurde ich hinsichtlich meiner Kompetenz sicherlich mehr beäugt«

Wie ist es, als Frau in einer Männerdomäne zu arbeiten? "Anfangs, vor etwa 10 Jahren, wurde ich hinsichtlich meiner Kompetenz sicherlich mehr beäugt", meint Kristina Inhof. "Mittlerweile bin ich aber etabliert und fühle mich von meinen Kollegen respektiert", so die Sportmoderatorin. Wie setzt man sich durch? "Indem man sich ehrlich für Sport interessiert, sich intensiv damit befasst und öfter mal die berühmte Extrameile geht", meint Inhof. Das Standing von Frauen in der Sportredaktion habe sich in den letzten Jahren deutlich verbessert, erklärt sie: "In der ORF-Sportredaktion ist es ganz normal, dass Frauen Fußball kommentieren, als Moderatorin durch eine Sendung führen und hinter den Kulissen Regie führen." Dadurch, dass viele Medien nach wie vor gerne mehr Frauen im Sportbereich einsetzen möchten, seien die Möglichkeiten für Neueinsteigerinnen in den letzten Jahren gewachsen.

Kristina Inhof
© Elke Mayr Kristina Inhof beim News.at-Fotoshooting

Kristina Inhof über ihren Freund

Kristina Inhof ist bereits seit der Schulzeit mit ihrem Freund Georg liiert, das Paar absolvierte gemeinsam die Matura. "Er hat meine komplette berufliche Entwicklung miterlebt, kennt die Branche und ihre Herausforderungen und steht mir auch beratend zur Seite. Er selbst arbeitet als Geschäftsführer einer Technologiefirma in Oberösterreich. Nicht nur privat, sondern auch beruflich sind wir ein echt gutes Duo geworden", verrät Kristina Inhof.

»Geprägt hat mich sicherlich mein Freund, da er schon seit Schulzeiten an meiner Seite ist«

Auch auf die Frage, wer oder was sie geprägt habe, findet Kristina eine klare Antwort. "Geprägt hat mich sicherlich mein Freund, da er schon seit Schulzeiten an meiner Seite ist. Ich habe von ihm viel gelernt, auch für meinen beruflichen Werdegang. Soziale Kompetenz, der Umgang mit Mitmenschen, Kunden, sich wirtschaftlich auf eigene Beine zu stellen - bei all diesen Dingen habe ich in den letzten Jahren viel von ihm gelernt", streut die ORF-Moderatorin ihrem Partner Rosen.

Das erdet Kristina Inhof

Als Ausgleich zum Alltags- und Berufsstress genießt es Kristina Inhof, Zeit mit ihrem Freund und ihrer Familie zu verbringen. "Ein gemeinsames Essen und gute Gespräche fernab des stressigen Berufsalltags tun mir dann gut", verrät die Moderatorin. "Außerdem gehe ich in Wien gerne zu SuperCycle, das ist Spinning mit Disco-Feeling", so Inhof. Um nach einem harten Arbeitstag abzuschalten, lege sie sich "am liebsten frisch geduscht und im Jogginganzug auf die Couch, bestelle mir Sushi und schalte den Fernseher an". Wichtig seien auch "ein paar Snacks wie zum Beispiel Schokolade, denn das hebt einfach meine Stimmung".

»Auch ich erlebe Momente, in denen ich an mir zweifle und das Universum frage, warum gerade ich dieses und jenes erreichen soll?«

Was treibt Kristina Inhof tagtäglich an, was motiviert sie? "Meine Träume und meine Leidenschaft für meinen Beruf helfen mir, auch an weniger guten Tagen nicht aufzugeben. Und ja, auch ich erlebe Momente, in denen ich an mir zweifle und das Universum frage, warum gerade ich dieses und jenes erreichen soll? Doch ich weiß genau, dass mein Herz so sehr für meinen Job brennt und genau das der ausschlaggebende Grund ist, warum ich alles schaffen kann, was ich mir vornehme", sagt sie.

Kristina Inhof
© Elke Mayr Kristina Inhof blickt positiv in die Zukunft.

Zu Beginn ihrer Karriere habe sie "die etablierten Moderatorinnen verfolgt und idealisiert", inzwischen habe sie jedoch keine Vorbilder mehr, sagt Kristina Inhof. Vielmehr habe sie schnell erkannt, dass sie ihren eigenen Weg gehen und ihr eigenes Profil kreieren möchte. Als Person der Öffentlichkeit müsse sie damit umgehen können, auch Kritik zu erhalten. "Ich habe mir in den letzten Jahren daher eine dicke Haut angeeignet", verrät die Sportmoderatorin. Niveaulosen Kommentaren auf Social Media schenkt sie keine Beachtung mehr, Kritik aus ihrem engsten Umfeld oder von Menschen, von denen sie selbst viel hält, nehme sie sich aber sehr wohl zu Herzen.

Kristina Inhof auf Instagram

Apropos Social Media: Kristina Inhof lässt ihre Fans via Instagram regelmäßig an ihrem Leben teilhaben. Knapp 50.000 Follower hat die ORF-Moderatorin inzwischen. Eine Zweitkarriere als Influencerin kommt für sie dennoch nicht in Frage. "Ich arbeite beim ORF-Sport im Informationsbereich, muss daher eine gewisse Neutralität und Unbefangenheit bewahren. Das bedeutet, auch keine Werbetätigkeiten zu übernehmen", erklärt Kristina Inhof. Sie habe somit auch keinen Druck, was Social Media angeht, sondern "ich melde mich einfach dann bei meinen Followern, wenn mir danach ist und ich etwas Spannendes zu erzählen habe."

Als eines der Aushängeschilder des ORF wird Kristina Inhof auch auf der Straße angesprochen. "Es ist schön, wenn man erkannt wird und positives Feedback bekommt. Ich freue mich einfach, wenn ich anderen zum Beispiel mit einem gemeinsamen Selfie eine Freude bereiten kann", sagt die Moderatorin. Natürlich gebe es aber auch Momente, in denen sie lieber unerkannt bleiben möchte. "Da kam mir die FFP2-Maskenpflicht manchmal gar nicht ungelegen", meint Kristina Inhof lachend.