Wer ist Dorothee von Laer?

Die Virologin der klaren Worte und ihr Leid im Hintergrund.

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Dorothee von Laer © Bild: APA/Hochmuth

Eigentlich, das wäre der weitere Lebensplan gewesen, wollte Dorothee von Laer ihre erfolgreiche Laufbahn als Wissenschaftlerin und Ärztin locker ausklingen lassen. Die heute 63-jährige Virologin befand sich bereits in Altersteilzeit - doch dann brach das Virus aus, das die Welt veränderte.

Eine der wichtigsten Warnerinnen des Landes

Und auch die Welt der gebürtigen Hamburgerin, Tochter des Physik-Nobelpreisträgers Klaus Hasselmann: Plötzlich arbeitete sie wieder 80 Stunden in der Woche und wurde im Laufe der Pandemie zu einer der wichtigsten Mahnerinnen und Warnerinnen des Landes. Zu einer, die unbequeme Wahrheiten bereits aussprach, als sie die hohe Politik systematisch weichspülte. "Pandemie der Ungeimpften","Sommer wie damals", zu all diesen Phrasen ging die Mutter dreier erwachsener Töchter stets in wissenschaftsbasierte Opposition.

»In sechs Monaten wird es 3G geben - geimpft, genesen oder gestorben«

Erst dieser Tage ließ sie in einer Polit-Talkshow wieder aufhorchen: "In sechs Monaten wird es 3G geben - geimpft, genesen oder gestorben." Und so kam, was kommen musste: Dorothee von Laer wurde von einer unheiligen Allianz der Tiroler Politik und Touristik zur "Staatsfeindin" hochgejazzt, in Folge immer wieder auch mit Morddrohungen bedacht. "Es gab eine Zeit, da bin ich nur noch mit Perücke durch Innsbruck gegangen, um nicht erkannt zu werden", sagte sie nun der "Krone bunt". Und verriet, dass sie im Sommer sogar ein Burnout klinisch behandeln lassen musste. Doch nun, und das ist die gute Nachricht, hat sie wieder frische Kraft für die Wahrheit!