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Die Ölpreise sind am Donnerstag nach iranischen Attacken auf den Energiesektor im Persischen Golf kräftig gestiegen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Mai stieg zeitweise über 100 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Am Nachmittag wurde ein Fass wieder knapp unter der Marke gehandelt, bei 99,40 Dollar (85,83 Euro). Das sind fast acht Prozent mehr als am Vortag.
Immer stärkere Angriffe der iranischen Streitkräfte gegen die Energiewirtschaft wichtiger Förderstaaten am Persischen Golf haben die Preise angetrieben. Unter anderem wurden im Oman Treibstofftanks im Hafen von Salala mutmaßlich von iranischen Drohnen getroffen.
Zudem geraten Schiffe im Persischen Golf, der Straße von Hormuz und dem Golf von Oman immer wieder unter Beschuss. Die Gefahr durch iranische Raketen und Drohnen hat die Handelsschifffahrt in der Region seit Kriegsbeginn fast komplett zum Erliegen gebracht.
Jüngste Äußerungen von Irans oberstem Führer Mojtaba Khamenei lassen eine längere faktische Schließung der Straße von Hormuz erwarten. Durch die Meerenge wird Rohöl aus dem Persischen Golf vor allem in asiatische Länder geliefert. "Auch muss weiterhin der Hebel der Blockierung der Straße von Hormuz genutzt werden", wird Chamenei in staatlichen Medien des Iran zitiert.
Der Iran-Krieg sorgt nach Angaben der Internationalen Energieagentur IEA für eine beispiellose Störung der Ölversorgung. Der Krieg schaffe die "größte Versorgungsstörung in der Geschichte des globalen Ölmarktes", schreibt die IEA in einer Zusammenfassung ihres monatlichen Ölmarktberichts.
Zu Wochenbeginn war Preis für Rohöl aus der Nordsee wegen der Eskalation des Iran-Kriegs zeitweise auf knapp 120 Dollar gestiegen. Am Dienstag fiel der Preis dann unter anderem wegen Aussagen von US-Präsident Donald Trump über ein baldiges Kriegsende wieder bis auf fast 80 Dollar. Doch die Erleichterung hielt nicht lange an. Auch die Ankündigung der Freigabe von strategischen Ölreserven verpuffte und die Ölpreise legten wieder kräftig zu.






