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Das Problem hat sich dabei etwas entschärft: Vergangenes Jahr waren zwischen April und Oktober noch 1.400 Flugstreichungen nötig gewesen, was 1,5 Prozent des Angebots entsprach. Die Lufthansa-Tochter setzt die Einschnitte gezielt auf personalintensiven Langstrecken an, etwa mit reduzierten Frequenzen nach Chicago und Shanghai.
Konkret fehlen bei Swiss Kapitäne und Co-Piloten für Airbus A320 und A321 sowie A330 und A340, gleichzeitig gebunden durch Umschulungen etwa auf den neuen Airbus A350. Zusätzlich stehen elf Flugzeuge wegen Triebwerksproblemen am Boden, was die Einsatzplanung erschwert.
Die Ausbildung und Umschulung von Cockpitpersonal dauert laut der Swiss Monate, kurzfristige Lösungen sind unter anderem wegen vertraglicher Vorgaben und des gegenwärtigen Karrieremodells kaum möglich, hieß es. Die Swiss bezeichnete die Streichungen als "letztes Mittel".
Im Gegensatz zum Cockpit hat Swiss in der Kabine derzeit einen Überbestand. Rechnerisch hat die Lufthansa-Tochter in gewissen Perioden bis zu 300 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter zu viel. Um das zu korrigieren, leitete sie Korrekturmaßnahmen ein. Zu diesen zählt etwa eine Prämie von bis zu 15.000 Franken bei einer Vollanstellung für diejenigen Kabinenmitglieder, die freiwillig kündigen.






