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Eckpunkte der eigentlich im Regierungsprogramm bis Ende 2025 anvisierten Industriestrategie sind bereits bekannt: Für die Investitionen in die neun definierten Schlüsseltechnologien sind bis 2029 2,6 Mrd. Euro aus dem Forschungs-, Technologie- und Innovationspakt (FTI-Pakt) vorgesehen. Außerdem soll es vereinfachte Genehmigungsverfahren geben. Auch neue Ausbildungsberufe sind geplant, Lehrpläne werden angepasst. Investitionen in die zentralen Technologien sollen durch Garantien und Haftungen unterstützt werden. Insgesamt umfasst die Industriestrategie laut Angaben aus dem Wirtschaftsministerium 100 Maßnahmen in sieben Handlungsfeldern.
Zu den neun Schlüsseltechnologien zählen Künstliche Intelligenz und Dateninnovation, Chips und Elektronische Komponenten/Systeme, Fortgeschrittene Produktionstechnologien und Robotik, Quantentechnologie und Photonik, Fortgeschrittene Werkstoffe (Advanced Materials), Life Sciences & Biotech, Energie- und Umwelttechnologien, Mobilitätstechnologien sowie Weltraum- und Luftfahrttechnologien.
Wichtig ist für Hanke dabei die lokale Produktion. "Made in Europe oder Made in Austria", betonte Hanke vorher in einem Gespräch mit Journalisten. Man "müsse einen vernünftigen Protektionismus in Europa leben, um mithalten zu können mit dem Wettbewerb der anderen". Enormes Potenzial sieht der SPÖ-Minister etwa im heimischen Chips- und Halbleitersektor oder im "Bahnland" Österreich. Im weltweiten Export-Ranking der Bahnindustrie müsse Österreich von Platz sieben wieder zurück auf Platz vier.
Die Umsetzung des Maßnahmenbündels werde "anhand von messbaren Kennzahlen" überprüft, erklärte Hattmannsdorfer laut Mitteilung im Voraus. Dazu gehört der jährliche Bericht einer neugegründeten Taskforce "Industrie" (bestehend aus Wirtschafts-, Infrastruktur- und Außenministerium sowie Sozialpartnern, Industriellenvereinigung und drei Experten). Zudem werde die auf zehn Jahre ausgelegte Strategie alle drei Jahre als Ganzes an ihren Zielsetzungen überprüft. "Unser Ziel ist es zu den Top 10 der wettbewerbsfähigsten Volkswirtschaften der Welt zu gehören", so Hattmannsdorfer.
"Eine Strategie ist auf Jahre aufgelegt", betonte Hanke in einem Gespräch mit Journalisten. Die Maßnahmen müssten regelmäßig an das reale wirtschaftliche Leben angepasst werden, fügte er hinzu. Der Anteil des Infrastrukturministeriums an der insgesamt 2,6 Mrd. Euro hohen Förderung für Schlüsseltechnologien betrage knapp über 1 Mrd. Euro. "Neu" an der Industriestrategie ist laut Hanke die Spezialisierung: "Weg von der Gießkanne hin zu den klaren Technologiesektoren." Die Investitionen darin würden auch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie schlussendlich auch die Menschen spüren, so Hanke.