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Einzelhandel: Selbstbedienung und Non-Food-Discounter boomen

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©Woolworth GmbH

Während Ketten wie Woolworth, NKD und Action expandieren, geraten klassische Handelsformate, regionale Anbieter sowie der Buch- und Medienhandel zunehmend unter Druck.

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Der heimische Einzelhandel befindet sich im Umbruch. Selbstbedienungskonzepte und einige Non-Food-Discounter wachsen laut einer aktuellen Studie von RegioData, während traditionelle Geschäftsmodelle zunehmend unter Druck stehen. Woolworth expandierte im vergangenen Jahr mit 48 neuen Filialen und gehört damit zu den großen Gewinnern im Non-Food-Discountsegment. Der Buch- und Medienhandel sowie regionale Lebensmittelanbieter kämpfen hingegen mit deutlichen Standortverlusten.

Immer mehr Händler setzen laut Studie auf "reduzierte Personalkonzepte, automatisierte Abläufe und eigenständige Nutzung" durch die Kundinnen und Kunden. Selbstbedienungsläden, teilautomatisierte Gastronomieformate, SB-Bäckereien, Abholstationen sowie digitale Serviceangebote würden deutlich an Bedeutung gewinnen. Der Marktforscher RegioData nahm für seine Expansionsanalyse 680 aktive Vertriebslinien unter die Lupe.

Non-Food-Discounter "dynamisch"

"Dynamisch" sei der Bereich der Non-Food-Discounter, heißt es in der Analyse. Diese Geschäfte haben sich auf den Handel mit Gütern spezialisiert, die man nicht verzehren kann. Sie führen Haushalts- und Schreibwaren, Heimtextilien, Mode und Deko, Spielzeug und Multimedia, Freizeit-und Sportartikel. In diesem Bereich kam es laut Marktforschern durchaus zu einer "widersprüchlichen" Entwicklung.

Neben Woolworth konnten im vergangenen Jahr auch NKD (plus 16 Filialen) sowie Action (plus 7 Filialen) expandieren. Neue Standorte entstanden dabei zunehmend auch in kleineren Städten und peripheren Lagen. Andere Non-Food-Discounter mussten hingegen Verluste hinnehmen. So reduzierten neben KiK (minus 23 Standorte) auch Flying Tiger (minus 9 Standorte) ihre Präsenz.

Hohe Marktkonzentration im Lebensmittelhandel

Auffällig ist der Studie zufolge zudem der Rückzug von Unimarkt (minus 53 Filialen), während die Handelskonzern Spar netto 17 neue Standorte eröffnete. "Besonders im Lebensmittelhandel verstärken zusätzliche Filialen und Netzverdichtungen die bereits hohe Marktkonzentration", erklären die Marktforscher. Auch der Buch- und Medienhändler Libro verzeichnete einen starken Rückbau mit 35 geschlossenen Filialen.

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