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Eine Infektion mit dem weit verbreiteten Epstein-Barr-Virus allein reicht aber nicht aus, um MS auszulösen. Rund 95 Prozent der Bevölkerung tragen das Virus in sich, an Multipler Sklerose erkrankt sind in der Schweiz aber etwa rund 18.000 Menschen. Multiple Sklerose, kurz MS, ist eine chronische Erkrankung des Nervensystems. Dabei greift das eigene Immunsystem Gehirn und Rückenmark an. Die Krankheit verläuft sehr unterschiedlich und kann unter anderem zu Lähmungen, Sehstörungen, Gefühlsstörungen oder starker Erschöpfung führen. Besonders hoch ist das MS-Risiko, wenn die Infektion erst im Jugendalter erfolgt und als Pfeiffersches Drüsenfieber ausbricht. Doch auch dann erkranken längst nicht alle.
Wie die Forschenden nun zeigten, braucht es neben dem Virus auch einen genetischen Risikofaktor, den sogenannten HLA-DR15 Haplotyp. Zusammen können diese beiden Faktoren zu einer Fehlreaktion des Immunsystems führen, bei der Immunzellen, die das Virus bekämpfen sollten, fälschlicherweise auch das sogenannte Myelin , eine schützende Schicht, die die Nervenfasern im Gehirn und Rückenmark umhüllt, angreift. Mehrere Forschungsgruppen und Firmen arbeiten laut der Universität Zürich bereits an Impfungen gegen das Epstein-Barr-Virus. Dieses wird nicht nur mit MS, sondern auch mit anderen Autoimmunerkrankungen wie rheumatoider Arthritis und systemischem Lupus sowie mit verschiedenen Krebsarten in Verbindung gebracht.
A researcher at Aalborg University uses a multichannel pipette device by Thermo Scientific to screen and analyze all positive Danish coronavirus samples for the virus variant cluster B117 from the United Kingdom, in Aalborg, Denmark on January 15, 2021, during the ongoing novel coronavirus (Covid-19) pandemic. The B117 coronavirus strain, which emerged in Britain late last year, has been shown to be between 40 and 70 percent more contagious than variants which have spread previously. (Photo by Henning Bagger / Ritzau Scanpix / AFP) / Denmark OUT






