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Insgesamt 46 Personen aus 37 Haushalten stellten sich der Herausforderung, nachdem sie zuvor aus rund 3.000 Bewerbern ausgewählt worden waren. Sie gaben den Schlüssel für ihren Privat-Pkw ab und erhielten dafür ein Guthaben in der Höhe von 500 Euro, um andere Varianten der Fortbewegung zu nutzen. Zuvor waren sie bereits einen Monat lang - als sie ihr Kfz noch benutzen durften - via App verfolgt worden.
Danach taten sie dann das, was für Menschen ohne eigenes Auto Alltag ist: Sie gingen zu Fuß, fuhren mit dem Rad, nutzten Öffis oder Mietautos bzw. Taxis. Laut Oliver Roider vom Institut für Verkehrswesen an der BOKU wurden rund 300.000 Kilometer Wege analysiert. Die Strecke, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt wurde, stieg um rund die Hälfte. Pro Tag wurde damit rund 20 statt wie zuvor 14 Kilometer absolviert.
Zugleich sank laut den Tracking-Daten der Anteil der mit einem Fahrzeug zurückgelegten Wege von 28 auf 19 Prozentpunkte. Laut der Evaluierung wurde aber kaum mehr Zeit benötigt, um voranzukommen. Signifikant waren dafür offenbar die Einsparungen: Während der Auto-Wette wurden 5,5 Tonnen CO2 weniger verbraucht.
Und man war auch günstiger unterwegs: Die 500 Euro seien so gut wie nie aufgebraucht worden, hieß es. Verwendet wurde im Schnitt 40 Prozent weniger Budget. Die 500 Euro entsprechen laut den Projektbetreibern in etwa den Mobilitätskosten mit eigenem Auto, wenn auch der Wertverlust berücksichtigt wird.
