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Weiter warten auf FTI-Pakt

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Es geht um Österreichs Forschungszukunft
©APA, HELMUT FOHRINGER, THEMENBILD
Schon Ende 2025 hätte der Forschungs-, Innovations-und Technologiepakt (FTI-Pakt), der die Budgets zahlreicher zentraler Forschungseinrichtungen und -förderer von 2027 bis 2029 regelt, stehen sollen. Bis dato ist das finale Paket aber ausständig. Trotzdem übt man sich bereits am Verteilen des Fells des noch nicht erlegten Bären: Um Initiativen in noch nicht öffentlich definierten neun "Schlüsseltechnologien" im Rahmen der "Industriestrategie" zu unterfüttern, würden bis zu 2,6 Milliarden Euro aus dem FTI-Pakt herangezogen, hieß es im Lauf der Woche nach der Regierungsklausur und dem Ministerrat.

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Auf das Fehlen des eigentlichen Paktes wiesen kürzlich bereits zahlreiche Einrichtungen hin. Nun pocht auch die Präsidentin von Forschung Austria, dem Dachverband der außeruniversitären, anwendungsorientierten und wirtschaftsnahen Forschung, Brigitte Bach, darauf, das Paket "mit einem klaren Wachstumspfad zu sichern und abzuschließen". Derzeit fehle "der zentrale Hebel, um die notwendigen Mittelsteigerungen für Forschung und Innovation verbindlich abzusichern. Ohne einen ambitionierten und finanziell ausreichend dotierten FTI-Pakt droht Österreich, weiter an Boden zu verlieren", hieß es. Die Industriellenvereinigung (IV) sieht das Ansinnen positiv, "gezielt Mittel aus dem FTI-Pakt" für Schlüsseltechnologien einzusetzen. Dies müsse aber "um die wichtigen themenoffenen Formate komplementär ergänzt werden". Für IV-Präsident Georg Knill ist der "nach wie vor ausständige" FTI-Pakt "das Rückgrat der österreichischen Innovationsforschung". Etwaige Kürzungen bei Forschung und Innovation seien "ein absolutes No-Go. FTI ist Zukunftsvorsorge, nicht kurzfristige Budgetmasse."

++ THEMENBILD ++ Projekt Zukunftsbild: Forschungs- und Labortätigkeiten im Labor der Hippenmeyer Group aufgenommen am Donnerstag, 29. August 2024, am ISTA Campus Klosterneuburg. Die menschliche Großhirnrinde (Kortex), der Sitz unserer kognitiven Fähigkeiten, besteht aus einer enormen Anzahl und Vielfalt von Neuronen und Gliazellen. Wie der Kortex aus neuronalen Stammzellen entsteht ist eine bisher ungelöste, aber grundlegende Frage in den Neurowissenschaften. Auf der Suche nach mechanistischen Einsichten untersucht die Hippenmeyer Gruppe die Genese des Kortex in einer beispiellosen Einzelzellauflösung mit der einzigarten MADM (Mosaic Analysis with Double Markers) Technologie.

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