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"Versicherungspolice" für Typusexemplare gewünscht

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Auch das NHM ist beteilgt
©APA, HELMUT FOHRINGER, THEMENBILD
Auf einen im Fundus vieler musealer Einrichtungen und diverser Forschungsinstitutionen schlummernden genetischen Schatz weist eine Gruppe um Forschende aus Deutschland und Österreich in einem Beitrag im Fachmagazin "Systematic Biology" hin. Für jede wasserdicht beschriebene Art muss sozusagen ein Belegexemplar - die Wissenschafterinnen und Wissenschafter sprechen von "Typusexemplaren" - aufbewahrt werden. Selbige haben mitunter auch schon ein paar Jahrhunderte auf dem Buckel. Dementsprechend heikel sei es, an diesen zu forschen oder sie an Interessenten zu verleihen. Abhilfe könnten hier "digitale Zwillinge" der Stammmütter und -väter von wertvollen Typusexemplaren schaffen.

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Mit neuen Methoden zur Erbgutanalyse kann mittlerweile auch aus kleinsten Proben genug alte DNA entnommen werden, um sie Experten auf digitalem Wege zur Verfügung zu stellen. Das wirke wie eine Art "Versicherungspolice", wird die an der Publikation beteiligte Forscherin Anja Palandačić vom Naturhistorischen Museum (NHM) Wien in einer Aussendung zitiert. "Mit gemeinschaftlicher Expertise und moderner Technologie können wir die Forschung revolutionieren und biologisches Wissen für kommende Generationen bewahren", so der Studien-Erstautor Harald Letsch von der Universität Wien und dem Staatlichen Museum für Naturkunde in Karlsruhe (Deutschland).

Service https://doi.org/10.1093/sysbio/syaf040

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