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Die Initiative, die für Kinder von zwei bis 14 Jahren konzipiert ist, beruht auf drei Säulen: Die teilnehmenden Bildungseinrichtungen integrieren mehr Bewegung in den Alltag, sie bieten wöchentlich zusätzliche Einheiten mit Bewegungscoaches an und können außerdem flexible Bewegungsangebote wie Schwimmunterricht nützen. Die Studie zeigte eine hohe Reichweite des Bewegungsangebots: In 115 von 116 Bezirken gibt es teilnehmende Schulen und Kindergärten. Drei von vier Volksschulen und fast jeder dritte Kindergarten machen mit.
Ausbaufähig ist das Interesse bei den Schulen der Sekundarstufe I. Hier werden nur sechs Prozent der Schulen erreicht. In dieser Stufe sei es organisatorisch schwieriger, die wöchentlichen Bewegungseinheiten unterzubringen, meinte Schmidt. Heuer hat sie 19,5 Mio. Euro an Budget für die TBE vorgesehen. Für einen Vollausbau bräuchte es 100 bis 120 Mio. Euro, schätzt die Staatssekretärin, die sich für einen weiteren Ausbau stark macht. Dazu braucht es einen österreichweiten Schulterschluss, meinte Schmidt.
Die Evaluierung der TBE durch die Gesundheit Österreich GmbH zeigte, dass neun von zehn Bildungseinrichtungen Fortschritte bei der Bewegungsfähigkeit der Kinder festgestellt haben. Außerdem seien die Teilnehmer besser konzentriert, teamfähiger und emotional ausgeglichener, erläuterte Studienautor Lukas Teufl von Gesundheit Österreich. Drei von fünf Nicht-Schwimmern wurden durch das Programm zu unsicheren Schwimmern, fünf von sechs unsicheren Schwimmern zu sicheren Schwimmern, berichtete Teufl. Besonders Kinder mit Bewegungs- und Koordinationsdefiziten profitierten stark von der TBE. Gleichzeitig erhöhte sich die Bekanntheit der teilnehmenden Sportvereine, die Mitgliederzahlen wuchsen. Insgesamt entstanden durch das Programm 2,5 Mio. zusätzliche Bewegungseinheiten, berichtete der Studienautor.






