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Während der Erfolg einer Psychotherapie oft "von der individuellen Beziehung zum Fachpersonal" abhänge, zeige "die Evidenzsynthese der Studiendaten also, dass körperliche Aktivität wahrscheinlich eine ernstzunehmende therapeutische Säule darstellen kann", so die Einschätzung der Analysten der Hochschule. Doch noch bleiben eine Reihe von Fragen offen: "Der Effekt ist mäßig groß und nicht ganz so gut abgesichert", hieß es dazu gegenüber der APA. Das liege u.a. daran, dass die zusammengefassten Studien bisweilen recht unterschiedlich sind: "Es haben beispielsweise Menschen mit unterschiedlicher Depressionsstärke teilgenommen. Auch die Intensität der Bewegung war unterschiedlich: Manche sind laufen gegangen, haben getanzt, Krafttraining gemacht oder waren spazieren. Die Studien weisen aber auch methodische Mängel auf, die das Gesamtergebnis verzerren können. Völlig unklar ist, wie gut Bewegung bei welcher Depressionsstärke hilft."
Eine jüngst im "British Journal of Sport Medicine" erschienene (und nicht beim "Faktencheck" der Donau-Uni inkludierte) Analyse - ein "Umbrella Review" oder quasi eine Meta-Analyse von Meta-Analysen - widmete sich ebenfalls dem Thema. Die Conclusio in aller Kürze hier: "Die Ergebnisse der Studie bestätigen, dass bewegungsbasierte Interventionen in allen Formaten und Parametern dazu beitragen können, Depressions- und Angstsymptome in allen Bevölkerungsgruppen zu lindern."
Service: Faktencheck der Uni für Weiterbildung Krems: https://medizin-transparent.at/sport-depression ; Cochrane-Review: https://go.apa.at/UjJKtDvk ; Analyse im British Journal of Sport Medicine: https://go.apa.at/HWaJKfdu
