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Massiver Baustoffverbrauch gefährdet Chinas Klimabilanz

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In China wird weiter massiv gebaut
©EDUARDO LEAL, AFP, APA
Die rasante Urbanisierung Chinas treibt den Ressourcenverbrauch deutlich an. Die Menge an verbauten Materialien hat sich zwischen 2000 und 2020 um rund 70 Prozent erhöht, was große Auswirkungen auf die Klimabilanz hat, zeigt ein internationales Forscherteam unter Beteiligung der Universität für Bodenkultur (Boku) Wien im Fachmagazin "Nature Climate Change".

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Auf China würden hochauflösenden Gebäudedaten zufolge 15 Prozent der globalen Baustoffbestände entfallen, was über den Lebenszyklus hinweg für 19 Prozent der CO2-Emissionen des Landes verantwortlich sei. Zwar habe sich das Wachstum ab 2016 drastisch verlangsamt, dennoch werde die zukünftige Urbanisierung voraussichtlich 12,5 Prozent des nationalen 1,5-Grad-CO2-Budgets verbrauchen, erklärte Dominik Wiedenhofer vom Institut für Soziale Ökologie in einer Aussendung. Er plädiert daher für Renovierung und Sanierung vor Neubau, eine vorausschauende Stadt- und Infrastrukturplanung sowie die Vorbereitung auf das Recycling von Abrissmaterialien - "sowohl in China als auch in Österreich und der EU". Denn in Österreich würden pro Kopf in etwa doppelt so viele Ressourcen in Gebäuden stecken wie in China.

Service: Studie: https://doi.org/10.1038/s41558-025-02527-3

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