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Konservierungsstoffe in Lebensmitteln erhöhen Krebsrisiko

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Am wenigsten verarbeitete Lebensmittel bevorzugen
©APA, THEMENBILD, BARBARA GINDL
Konservierungsstoffe in Lebensmitteln erhöhen zwei französischen Studien zufolge das Risiko, an Krebs oder Diabetes zu erkranken. Für die am Donnerstag in den Zeitschriften "British Medical Journal" und "Nature Communications" veröffentlichten Studien werteten die Forscherinnen und Forscher Daten von mehr als 100.000 Menschen über einen Zeitraum von mehreren Jahren aus.

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Sie kommen unter anderem zu dem Schluss, dass der Konsum verschiedener Konservierungsstoffe wie Sorbate, Sulfite und Nitrite mit einer höheren Häufigkeit von Krebserkrankungen verbunden ist. Am deutlichsten ist dies demnach bei Natriumnitrit (E250) der Fall, das für die Konservierung von Fleisch- und Wurstwaren eingesetzt wird und das Risiko von Prostatakrebs um etwa ein Drittel erhöht. Der regelmäßige Konsum von Kaliumsorbat (E202), das etwa in Ketchup und Mayonnaise vorkommt, verdoppelt den Studien zufolge das Diabetesrisiko.

Dieses Risikoniveau ist auf individueller Ebene relativ gering. Im Vergleich dazu steigert Rauchen das Lungenkrebsrisiko um mehr als das 15-Fache. Auf gesamtgesellschaftlicher Ebene bedeutet es jedoch zahlreiche zusätzliche Erkrankungen, da diese Zusatzstoffe in Lebensmitteln weitverbreitet sind.

"Es heißt nicht, dass man gleich Krebs bekommt, wenn man Produkte mit Konservierungsmitteln konsumiert, aber man sollte die Häufigkeit dieses Konsums begrenzen", sagte die Epidemiologin Mathilde Touvier, die die beiden Studien des Forschungsinstituts Inserm betreut hat. "Die Botschaft an die breite Öffentlichkeit lautet: Im Supermarktregal sollte man die am wenigsten verarbeiteten Lebensmittel bevorzugen", fügte sie hinzu.

Zuletzt wurden immer mehr Gesundheitsrisiken industriell hergestellter Lebensmittel dokumentiert. Ihre Regulierung scheitert jedoch häufig an politischen Uneinigkeiten. So wurde in Frankreich ein Strategieplan zu Ernährung und Klima im vergangenen Herbst in letzter Minute wegen Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Regierung auf die lange Bank geschoben.

Service: Studie im "British Medical Journal": https://www.bmj.com/content/392/bmj-2025-084917, Studie in "Nature Communications": https://www.nature.com/articles/s41467-025-67360-w

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