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Was das Risiko im Zusammenhang mit KI-Anwendungen bei den 500 befragten österreichischen Kindern und Jugendlichen im Alter von elf bis 17 Jahren betrifft, so gingen zumindest 28 Prozent davon aus, dass ihre Eingaben in KI-Software vertraulich seien, also von niemandem eingesehen oder genutzt werden könnten. "In Bezug auf Datenschutz ist wenig Bewusstsein vorhanden", stellte Barbara Buchegger von Saferinternet.at dazu fest. Jugendliche würden durchaus persönliche Informationen mit den KIs teilen, und es sei nicht einfach klarzumachen, warum das ein Problem sein kann.
Die Mehrheit solcher Infos würde laut der Ergebnisse jedenfalls bei ChatGPT landen, denn der KI-Chatbot von OpenAI wird von rund 90 Prozent der Befragten genutzt. Mit großem Abstand folgt Gemini von Google mit nur mehr 23 Prozent. Knapp ein Viertel nutzt ChatGPT jeden Tag, über 40 Prozent mehrmals pro Woche. Die häufigsten Anwendungen sind laut Befragung "schulische Zwecke und Hausaufgaben" (73 Prozent), rund 55 Prozent wollen von der KI häufig oder gelegentlich Infos oder Tipps für verschiedene Lebensbereiche holen, knapp ein Drittel (31 Prozent) will Probleme besprechen.
KI verändert ihre jungen Nutzerinnen und Nutzer. Darauf wies Birgit Satke hin, die Leiterin des Beratungsteams von Rat auf Draht. Im Beratungsalltag falle auf, dass es bei den jungen Klienten inzwischen oft die Scheu davor gebe, mit einer realen Person zu sprechen. Groß ist hingegen das Vertrauen in die KI, denn 57 Prozent gaben an, dass deren Ratschläge gut seien, und knapp 55 Prozent prüfen die Angaben häufig oder manchmal. Nur eine Minderheit ist der Meinung, dass die KI-Anwendungen eine Gefahr für die Gesellschaft oder sich selbst sein könnten, und über ein Viertel (26 Prozent) denkt, dass sich Jugendliche tatsächlich in einen Chatbot verlieben könnten.
Pröll wies darauf hin, dass aus der Befragung auch der Wunsch der Jugendlichen hervorgeht, die KI verstehen zu wollen, und betonte, dass die Schule "der ideale Ort für eine derartige digitale Bildung" sei. 53 Prozent der Befragten äußerten einen solchen Bedarf, und ebenso viele traten auch für eine Altersbeschränkung ein. Was dies betrifft, so gelte es hier, eine europäische Lösung zu forcieren, so der Staatssekretär. Um KIs zu reglementieren, habe die EU mit dem "Digital Service Act" jedenfalls ein geeignetes Werkzeug.
Man werde sich internationale Modelle ansehen. Die Politik habe die digitale Kompetenzoffensive ausgerufen mit 6.000 Workshops in ganz Österreich, die kostenlos zugänglich seien. Insgesamt böten Digitalisierung und KI viele Chancen. Jedoch gebe es eben auch die Risiken, so Pröll - und was die Nutzung von Social Media betreffe, da könne es "so nicht weitergehen". Es sei absurd, wenn Jugendliche Stunden mit diesen Anwendungen verbringen würden, und ein Verbot durch Altersbeschränkungen reiche nicht: Es brauche digitale Bildung und Medienkompetenz, die in der Schule vermittelt werden sollten.
"Machen wir nicht die Fehler, die bei Social Media passiert sind", warnte Buchegger. KIs bräuchten taugliche "Safeguards": Werbung müsse etwa als solche ausgewiesen werden, wie auch KI-generiertes Material als solches gekennzeichnet sein müsse. Und in Richtung Eltern und Schule appellierte sie, dass KI "noch mehr zum Thema gemacht werden" sollte. Einen Beitrag mit KI-Infos liefert dabei die ISPA: Eine zum Safer Internet Day am 10. Februar publizierte Broschüre soll "einen verständlichen und kritischen Zugang zur KI-Anwendung" bieten und Mythen aufklären helfen.
(S E R V I C E - Die Broschüre "KI: Mut statt Mythen" ist kostenlos und kann heruntergeladen oder als gedrucktes Exemplar unter www.ispa.at/ki-mythen bestellt werden)
Birgit Satke (Leiterin des Beratungsteams von Rat auf Draht), Staatssekretär Alexander Pröll (ÖVP), Barbara Buchegger (Pädagogische Leiterin Saferinternet.at) und Generalsekretär Stefan Ebenberger (ISPA - Internet Service Providers Austria) am Montag, 9. Februar 2026, anl. der PK Initiative Saferinternet.at "KI-Chatbots als Alltagsbegleiter für Jugendliche" - Studienergebnisse im Presseclub Concordia in Wien.
Umfrage zu Nutzung von KI, Quelle: Safer Internet;.Die Auslieferung der APA-Grafiken als Embed-Code ist ausschließlich Kunden mit einer gültigen Vereinbarung für Grafik-Pauschalierung vorbehalten. Dabei inkludiert sind automatisierte Schrift- und Farbanpassungen an die jeweilige CI. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an unser Grafik-Team unter grafik@apa.at. GRAFIK 0179-26, 88 x 100 mm
