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Die Diagnose von Hirntumoren stütze sich bisher wesentlich auf Gewebeproben aus neurochirurgischen Eingriffen, die aber nicht immer möglich oder nur mit erhöhtem Risiko verbunden seien. "Langfristig eröffnet diese Technologie die Möglichkeit, Hirntumoren bereits vor einer Operation aus einer Liquorprobe zu diagnostizieren und den Krankheitsverlauf engmaschig und schonend zu überwachen", wird Johannes Gojo zitiert. Er ist Kinderonkologe an der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde der Medizinischen Universität Wien und des AKH Wien und einer der leitenden Autoren der im Fachmagazin "Nature Cancer" veröffentlichten Studie. Das KI-Verfahren könne vor allem für Kinder mit schwer zugänglichen Tumoren oder in frühen Krankheitsstadien einen bedeutenden Unterschied machen.
Die Kernspinthomographie zeigt ein Hirnschnittbild, auf dem Nervenzellenaktivitäten, die zum Beispiel beim Glücksspiel aktiv sind, gelb gekennzeichnet wurden. Wissenschaftler der Klinik für Neurologie des Universitätskrankenhauses Hamburg-Eppendorf (UKE), Iver Hand und Christian Büchel, haben eine Grundlage der Spielsucht aufgeklärt. Ähnlich wie bei anderen Abhängigkeiten wurde vermutet, dass der Spielsucht eine Veränderung des Belohnungssystems im Gehirn (Nucleus accumbens) zu Grunde liegt. Die Hamburger Wissenschaftler haben nun erstmals eine solche Veränderung nachgewiesen. Foto: Christian Büchel dpa/lno (zu dpa/lno vom 11.01.2005) +++(c) dpa - Bildfunk+++
