In den 2030er-Jahren soll in Europa ein neuer Gravitationswellen-Detektor namens "Einstein" entstehen. Mit ihm sollen die Signale tief aus dem All, die etwa bei großen kosmischen Ereignissen wie der Kollision Schwarzer Löcher ausgelöst werden, noch genauer vermessen werden. Was man mit diesem noch ungelegten Ei so alles tun kann, beschäftigt die Wissenschaft schon jetzt.
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So hat ein Team um Gianluca Inguglia vom Marietta-Blau-Institut für Teilchenphysik der Akademie der Wissenschaften (ÖAW) im Fachjournal "Physical Review Letters B" anhand von Daten, die schon heute quasi so tun, als ob sie von dem noch inexistenten Teleskop kommen, gezeigt, wie man mit Unterstützung durch Künstliche Intelligenz (KI) eine spezielle Schwarze-Loch-Spezies aufspüren könnte: Sie haben dem KI-System sozusagen beigebracht, wie Signale von den schwer aufzuspürenden "mittelschweren Schwarzen Löchern" von dem üblichen Daten-Rauschen unterschieden werden könnten. Eine Frage sei nämlich, ob durch Verschmelzungen solcher rund 100 bis 100.000 Sonnenmassen schwerer kosmischer Strukturen die supermassiven Schwarzen Löcher entstehen.
