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Österreich sei nach zwei rückläufigen Jahren - minus 2,1 Prozent im Jahr 2023 und minus 8 Prozent 2024 jeweils gegenüber dem Jahr davor - wieder auf Wachstumskurs und liege deutlich über dem EU-Schnitt (plus 0,7 Prozent) und dem weltweiten Durchschnitt (plus 1,4 Prozent), hieß es im Zuge der Veröffentlichung des "EPO Technology Dashboard 2025" (vormals: "Patent Index"). Bei Anmeldungen von Ländern außerhalb Europas gab es einen Zuwachs von 2,1 Prozent. Mittelfristig hinkt Österreich aber noch immer hinterher: Seit 2016 beträgt das Plus 11,3 Prozent, was deutlich unter dem weltweiten Durchschnitt von 27 Prozent liegt.
Gewichtet nach Bevölkerungsgröße liegt die Schweiz mit 1.096 Patentanmeldungen pro Million Einwohner mit Abstand an der Spitze. Auf den Plätzen folgen Finnland (613), Schweden und Dänemark (je 446), Niederlande (388), Deutschland (293), Südkorea (278) und Österreich (245) auf Rang acht. Der Schnitt der EU-27 liegt bei 153 Anmeldungen, die USA rangieren auf Rang 15 mit 135 Anmeldungen.
Das Themengebiet mit der höchsten Zahl an europäischen Patentanmeldungen war erneut "Computertechnik" (plus 6,1 Prozent auf 17.844), getrieben durch KI-bezogene (plus 9,5 Prozent) und Quantentechnologien (plus 37,9 Prozent). Die Europäer haben in diesen zwei Bereichen die Nase vor den USA, auch wenn diese insgesamt einen größeren Anteil bei Computertechnik haben.
Auf Platz zwei folgt "Digitale Kommunikation" mit 17.802 Anmeldungen, zu der unter anderem die Mobilfunknetze zählen, mit einem Zuwachs von 11,4 Prozent, was auch auf das Rennen um die Entwicklung von 6G-Technologien zurückzuführen sei. Innovationen im Bereich Batterien (plus 14,6 Prozent) wiederum treiben "Elektrische Maschinen, Geräte, Energie" (plus 5,3 Prozent auf 16.997 Anmeldungen). Hier führen den Angaben zufolge Südkorea, China und Japan. Insgesamt würde Europa in acht der zehn wichtigsten Technologiebereiche die Nase vorne haben.
Bei den Anmeldungen aus Österreich lag der Sektor "Elektrische Maschinen, Geräte, Energie" mit 223 Einreichungen (minus 19,2 Prozent) an erster Stelle vor dem Bauwesen (minus 1,9 Prozent). Dahinter folgen Spezialmaschinen (u.a. 3D-Drucker) mit einem deutlichen Plus von 37,2 Prozent. Größere Steigerungen gab es auch in den Bereichen Messtechnik (darunter Sensortechnologien) sowie Werkstoffe und Metallurgie, was die Stärke bei industriellen Innovationen unterstreiche.
Nach Bundesländern wurden Unternehmen aus Wien mit 550 Patentanmeldungen (plus 3,6 Prozent) am häufigsten beim EPA vorstellig, gefolgt von Oberösterreich (449; plus 10,6 Prozent) und der Steiermark (352; plus 5,4 Prozent). Auf Rang vier kommt Vorarlberg (302; plus 12,3 Prozent) vor Niederösterreich (210; minus 1,9 Prozent) und Tirol (170; plus 14,1 Prozent). Deutliche Zuwächse gab es in Salzburg (141; plus 22,6 Prozent) und - auch bedingt durch die kleine Gesamtzahl - dem Burgenland (10; plus 233,3 Prozent), während Kärnten mit 69 Anmeldungen ein Minus von 44,8 Prozent einfährt.
Von den österreichischen Unternehmen war wie im Vorjahr die OMV-Tochter Borealis mit 173 Patentanmeldungen am aktivsten. Es folgen der Stahl- und Technologiekonzern voestalpine (85), der Beschlägehersteller Julius Blum (73), die Zumtobel-Tochter Tridonic (62) und der Chip- und Sensorhersteller ams-Osram (43).
(S E R V I C E - EPO Technology Dashboard 2025: https://go.apa.at/dYlUOE5W )
++ THEMENBILD ++ Illustration zu den Themen Blackout / Burnout / "chronischer Stress am Arbeitsplatz" mit einer durchbrennenden Glühbirne; fotografiert am Donnerstag, 21. Jänner 2021, in Wien.






