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Dark Patterns: Lassen Sie sich keinen Druck machen

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++ ARCHIVBILD ++ Dark Patterns sind manipulative Designs und verwirren Verbraucher
©Catherine Waibel, APA, dpa-tmn
Jeder kennt Cookie-Banner: Für das Ablehnen braucht es mehrere Klicks, das Einwilligen geht hingegen schnell. Dark Patterns sind bewusst gestaltete Design-Elemente auf Webseiten und in Apps, die Verbraucher in eine Richtung lenken sollen, die hauptsächlich den Anbietern zugutekommt. Diese manipulativen Techniken werden immer häufiger eingesetzt und können zu unüberlegten Entscheidungen, unerwünschten Abonnements oder zur Preisgabe sensibler Daten führen.

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"Es kann eine Irreführung darstellen, wenn es scheinbar nur einen Weg gibt, den man gehen kann", fasst Parsya Baschiri das Prinzip von Dark Patterns zusammen. Um ihnen nicht auf den Leim zu gehen, rät der Verbraucherschützer vor allem dazu, sich Zeit zu nehmen. Also genau hinsehen, bei wem man überhaupt einkauft. Nicht zu schnell die kleinen Häkchen setzen, sondern nachsehen, wozu man da sein Okay gibt.

"Lesen Sie auch das Kleingedruckte", sagt Baschiri. "Bei einer vermeintlich kostenlosen Sache kann es sich auch um ein Abo handeln." Ein gesundes Misstrauen ist bei all diesen Design-Elementen angesagt, denn Dark Patterns wollen im Sinne des Anbieters manipulieren - das tun sie oft mit Druck und scheinbarem Zwang.

"Unternehmen wollen verkaufen und einen dazu bringen, so viel wie möglich zu konsumieren", sagt der Experte. Er empfiehlt, vor jedem Kauf zu überlegen, ob man das, was man kaufen wolle, wirklich brauche. Oder, im Sinne der Nachhaltigkeit, ob es immer das Neueste und Aktuellste sein muss.

Online-Shoppenden sind solche Dark Patterns jedenfalls durchaus bewusst. Das ergab eine repräsentative Umfrage von Bitkom Research für den IT-Branchenverband Bitkom. Allerdings geben die meisten von ihnen an, dass solche manipulativen Elemente sie nicht beeinflussen.

Beispiel: Eine große Mehrheit der online Einkaufenden (84 Prozent) registriert zwar die Hinweise zu begrenzter Verfügbarkeit. Mehr als jeder Zweite von ihnen (53 Prozent) lässt sich nach eigener Aussage davon nicht beeindrucken. Zumindest ungefähr jeder Sechste (16 Prozent) kauft jedoch nach so einem Hinweis schneller.

ARCHIV - Daten, Abos, Verträge: Dark Patterns sind manipulative Designs oder Prozesse, die User einer Website zu einer Handlung verleiten sollen. (zu dpa: «Dark Patterns: Lassen Sie sich keinen Druck machen») Foto: Catherine Waibel/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++

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