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Brauchen Bankkarten funkdichte Schutzhüllen?

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++ ARCHIVBILD ++ NFC-Chips in Karten und Geräten ermöglichen schnelle Transaktionen
©APA, dpa, gms, Lino Mirgeler
Jemand hält im Gedränge einfach ein Lesegerät an Tasche, Jacke oder Hose, um so Kreditkartendaten zu erbeuten oder gleich Geld abzubuchen. Das ist ein Schreckensszenario, das viele Unternehmen, die Schutz-Geldbörsen oder -Kartenhüllen verkaufen, in ihrer Werbung zeichnen.

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Tatsächlich gibt es fast keine Bank- oder Bezahlkarten mehr, in der kein Mini-Chip samt Antennenspule steckt, der per Near Field Communication (NFC) zum kontaktlosen Zahlen an Kassenterminals ausgelesen werden kann. Und auch im Personalausweis, in Zugangskarten, Smartphones oder Smartwatches stecken solche Chips. NFC ist eine Variante der Technologie RFID (Radio Frequency Identification).

Allerdings ist ein heimliches NFC-Auslesen auf die oben beschriebene Art und Weise sehr unwahrscheinlich, berichtet die Stiftung Warentest. Zum einen, weil sich Lesegerät und Karte sehr nahe kommen müssen, damit wirklich Daten fließen können.

Zum anderen lägen in Geldbörsen meist mehrere Karten aufeinander. Das mache es sehr unwahr­scheinlich, dass ein Lesegerät eine Verbindung zu einer einzelnen Karte aufbauen kann, weil die vielen Signale Verwirrung stifteten.

Ergo muss man dem Bericht zufolge nicht in spezielle Brieftaschen oder Schutzhüllen investieren, die etwa Alufolie zur Abschirmung enthalten. Deren Wirkung sei einfach, effektiv, aber eben auch unnötig, wie eine Anfrage der Stiftung Warentest bei der Deutschen Kredit­wirt­schaft ergeben hat, der keine Schadensfälle durch heimliches Auslesen von Karten bekannt sind.

Auch das Bundes­kriminal­amt (BKA) stufe die Gefahr als sehr gering ein, heißt es: Die tech­nischen Hürden für einen solchen Daten­diebstahl seien hoch, die praktische Relevanz minimal.

Gefahr droht den Experten zufolge eher an anderer Stelle - etwa wenn man beim Bezahlen die Karte aus der Hand gibt. Kriminelle könnten dann zum Beispiel mehr­mals den Betrag abbuchen, für den man keine PIN eingeben muss, oder die Daten aus dem Magnetstreifen auslesen.

Deshalb folgende Ratschläge der Warentester:

BERLIN - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/dpa/gms/Nico Tapia/Nico Tapia

BAD OEYNHAUSEN - DEUTSCHLAND: ++ ARCHIVBILD ++ (ARCHIVBILD VOM 25.2.2022) - FOTO: APA/APA/dpa/gms/Lino Mirgeler/Lino Mirgeler

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