von
Für ihre Studie, deren Ergebnisse im Fachjournal "Personality and Social Psychology Bulletin" veröffentlicht wurden, haben die Forscherinnen und Forscher eine rund 20-minütige Übung entwickelt, die oft vergessene Stärken von Menschen mit Depression hervorhebt, etwa ihr Durchhaltevermögen. Im Vergleich zu einer Kontrollgruppe zeigte sich, dass diese einfache Übung das Selbstvertrauen der Teilnehmenden deutlich erhöhen konnte - und zwar unabhängig davon, wie schwer ihre aktuellen Symptome waren. Dieses verbesserte Selbstvertrauen hatte auch Konsequenzen für die Fähigkeit der Teilnehmenden, ihre persönlichen Ziele zu verfolgen. "Wir müssen verstehen, dass Menschen, die mit Depression kämpfen, nicht schwach sind. Solche Narrative können wie selbsterfüllende Prophezeiungen wirken und Menschen daran hindern, ihr volles Potenzial zu entfalten", so Bauer. Sich selbst als stark zu sehen, sei für alle wichtig, um an sich selbst zu glauben und Ziele zu verfolgen - das gelte auch für Menschen mit Depression.
