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Barocker Weichtier-Katalog wird digital zugänglich

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Schnecken beim Rasten
©APA/APA/AFP/ALEX HALADA
Der Mineraloge, Metallurg und Weichtierexperte Ignaz von Born (1742-1791) wurde 1776 von Maria Theresia nach Wien berufen, um die naturwissenschaftliche Sammlung Kaiser Franz I. Stephan von Lothringen systematisch zu erfassen und zugänglich zu machen. Er begann mit der umfangreichen Weichtiersammlung und veröffentlichte - basierend auf dem damals neu eingeführten taxonomischen System von Carl von Linné - einen umfassenden Katalog mit einheitlicher und wissenschaftlich korrekter Benennung aller vorhandenen Weichtier-Arten.

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Ergebnis seiner Arbeit waren zwei Bücher: 1778 erschien eine kleine, handliche und günstigere Taschenbuch-Version mit lediglich einer Bildtafel und 1780 dann eine detailreiche Prunk-Edition mit 18 Farbtafeln zu wichtigen Objekten der Sammlung. Den originalen Prachtband Borns zeigt das Naturhistorische Museum Wien (NHM) in seiner Jubiläums-Ausstellung zum 150-jährigen Bestehen "Gutes Sammeln - Böses Sammeln" ab 29. April.

Weil die Sammlung im Laufe der Zeit zum Teil auseinandergerissen wurde, war eine jahrelange, teils detektivische Suche nach versteckten oder verschollen geglaubten Originalen aus der Born-Sammlung notwendig. Mittlerweile sind die meisten Born-Stücke wieder zusammengeführt, vollständig digitalisiert und in hochauflösenden Bildern dokumentiert. Dabei wurden auch alle von Born neu beschriebenen Arten ("Typen") für einen Typenkatalog erfasst, der nun vom NHM digital zugänglich gemacht wurde.

Seervice: Online-Version des Typenkatalogs: https://zse.pensoft.net/article/161837/

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