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Ebenjenes eingefahrene Geld kommt in Not geratenen Bergbauernfamilien in Tirol und Südtirol zugute. Für diesen ehrenwerten Zweck stürzten sich mit äußerst unterschiedlich ausgeprägten Skifahrkünsten und -stilen ausgestattete, bekannte oder weniger bekannte Namen den Zielhang der Streif hinunter. Allein das hätte schon für ausreichend "Show" gesorgt, doch diese wurde vor allem von zwei Personen noch ganz gehörig angeheizt.
Da war zum einen der ewige Renndirektor des Charity-Rennens, Ex-Formel-1-Zampano Bernie Ecclestone, zum anderen DJ Ötzi Gerry Friedle. Ecclestone hatte - mittlerweile stolze 95 Jahre alt - den einen oder anderen lockeren, guten Spruch auf Lager, DJ Ötzi hingegen zwei Lieder mit im Gepäck. Noch vor dem Rennen performte er seinen aktuellen Hit "Tirol" sowie den Kitz-Dauerbrenner "Sweet Caroline". Ecclestone wiederum ließ es sich nicht nehmen, die Sangeskünste von DJ Ötzi etwas spitz zu kommentieren. Diese würden, wenn der Chartstürmer noch weitere vierzig Jahre auf dem Buckel haben sollte, tatsächlich einmal gut werden, scherzte der Brite mit einem Schalk im Nacken und augenzwinkernd.
Sprach ́s und kam schließlich seiner eigentlichen Aufgabe nach: Dem Eröffnen des Rennens für den guten Zweck sowie dem Abwinken der jeweiligen Rennfahrer mit der Zielflagge. Mit "Let ́s Go" gab der Multimilliardär den Startschuss, um den in Teams eingeteilten Startern hochoffiziell den Auftrag zu geben, für die gute Sache den Hang hinunter zu wedeln. Heuer waren das unter anderem: Kitz-Vermarkter Harti Weirather, die ehemalige Skifahrerin Maria Riesch, "Mister Millionenshow" Armin Assinger, "Abfahrtskaiser" Franz Klammer, Fritz "The Cat" Strobl, Ex-Skifahrergröße und TV-Moderator Hans Knauß, Ecclestone-Ehefrau Fabiana, die früheren Skiasse Felix Neureuther, Aksel Lund Svindal, Hannes Reichelt und Marlies Schild, FIS-Präsident Johan Eliasch, Adidas-CEO Björn Gulden oder "Alpenbarbie" Melissa Naschenweng.
Nicht nur mit durchaus beachtlichen Skifahrkünsten, sondern auch mit Sagern und Ausrutschern sorgten dabei Knauß und Naschenweng für Gesprächsstoff. Knauß etwa rutschte vor den Augen von Renndirektor Ecclestone und seinem Co-Direktor, dem vierfachen Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel, auf den letzten Metern vor dem Ziel weg und schied aus. "Ich komme direkt von der Seidlalm", gab er nach diesem Patzer als Entschuldigung zu Protokoll. Souverän ins Ziel kam hingegen Naschenweng, die aber bekannte, nach der freitäglichen "Weißwurstparty" nicht ganz auf der Höhe zu sein. Sie sei nämlich "schon hauptsächlich wegen dem Skifahren hier", nehme aber "die Nacht auch noch einfach mit". Auch für den heutigen Samstag kündigte sie an, die Stadt unsicher machen, aber den "Ganslern-Slalom" am Sonntag dennoch besuchen zu wollen.
Bevor sich Naschenweng, Assinger, Eliasch und Co. die "Brettln" anschnallten, waren bei der Streif-Abfahrt die wahren Skifahrprofis am Zug gewesen. Diesen sahen neben Schwarzenegger mit Sohn Christopher auch Schwedens Fußballikone Ibrahimović und Klopp zu. Letzterer jedoch nicht im Zielgelände, sondern im Starthaus abseits des Ehrentribüne-Trubels. Klopp analysierte bereits vor dem Rennen die Stärke von Rekordsieger Marco Odermatt, der "Terminator" zeigte sich stolz auf seine Heimat Österreich und dessen Kulinarik. Und Ibrahimović äußerte sich abermals pointiert zu seinem kaum vorhandenen skifahrerischen Können.
Neben vielen Promis waren auch Polit-Größen "Adabei", als da vor allem gewesen wären: Vizekanzler und Sportminister Andreas Babler (SPÖ), Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig, Tirols Landeshauptmann Anton Mattle oder Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (alle ÖVP).
