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Die Bewerbungsfrist ist laut Parteistatut am Samstag um Mitternacht abgelaufen, und einigermaßen überraschend ist eine zweite Bewerbung zur Übernahme des Parteivorsitzes beim Landesparteitag am 20. September eingelaufen. "Gemäß den Statuten werden die beiden Bewerbungen in der kommenden Woche von der Wahlkommission auf Korrektheit bzw. das Vorliegen der entsprechenden Voraussetzung einer bestehenden Mitgliedschaft geprüft. Am Donnerstag tagt dann der Landesparteivorstand", erläuterte Sucher den weiteren Ablauf.
Rami ist 73 Jahre und Pensionist, er ist gelernter Großhandelskaufmann und gebürtig aus der Stadt Wolfsberg, wie der APA bestätigt wurde. Das einfache Parteimitglied hatte laut einem ORF Kärnten-Bericht bisher keine höheren Funktionen inne. Er sei schon als Jugendlicher Parteimitglied gewesen und nach einigen Jahren Pause vor sieben Jahren der SPÖ wieder beigetreten. Ernsthafte Ambitionen, die Wahl zum Landesparteivorsitzenden zu gewinnen, habe er nicht, so Rami zum ORF. Er sehe es aber als undemokratisch an, wenn es keinen Gegenkandidaten gebe. Fellner hatte bereits im Vorfeld in einem ORF-Interview gesagt, er freue sich über einen Gegenkandidaten.
Sucher wies auch darauf hin, dass auch am Landesparteitag selbst, also am 20. September im Congress Center Villach, weitere Kandidatinnen und Kandidaten für den Parteivorsitz antreten können. Dafür sei allerdings die Unterstützung von zwei Dritteln der anwesenden stimmberechtigten Delegierten erforderlich.
Zum Parteitag soll auch Bundesparteivorsitzender und Vizekanzler Andreas Babler erscheinen. An diesem Tag geht nach 15 Jahren die Ära von Peter Kaiser als Vorsitzender der SPÖ Kärnten zu Ende. Seit 2010 führt Kaiser die Sozialdemokratie in Kärnten und seit 2013 das Land als Landeshauptmann. Er ist damit gemeinsam mit Leopold Wagner zweitlängstdienender SPÖ-Kärnten-Vorsitzender und drittlängstdienender Landeshauptmann.