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Bei dem schweren russischen Angriff seien zudem 53 Menschen verletzt worden, teilte Selenskyj am Freitag mit. "Russland versteht nur Stärke und jetzt wird Stärke gebraucht", fügte Selenskyj hinzu. Die ukrainische Regierung rief für Freitag einen Tag der Trauer für die Opfer aus.
Bei einer Videoschaltung Selenskyjs mit dem polnischen Präsidenten Karol Nawrocki und den Staats- und Regierungschefs von Estland, Lettland, Litauen und Dänemark am Donnerstag sagte der ukrainische Präsident demnach, es brauche klare Antworten darauf, wer der Ukraine nach einem Waffenstillstand oder Friedensschluss bei einem erneuten russischen Angriff "zu Lande, in der Luft und zur See" helfen werde. Dem russischen Präsidenten Wladimir Putin gehe es aber weiterhin nur darum, den Krieg fortzusetzen. Die Sicherheitsgarantien für die Ukraine, denen US-Präsident Donald Trump zugestimmt habe, würden seit einer Woche diskutiert. Es sei wichtig, dass Trump die gemeinsame Entschlossenheit Europas sehe, den Krieg zu beenden.
Auch in der Nacht auf Freitag setzten die russischen Streitkräfte ihre tödlichen Angriffe auf die Ukraine fort. In der zentralukrainischen Region Dnipropetrowsk wurden ukrainischen Angaben zufolge zwei Menschen getötet. Es handle sich bei den Opfern um einen Mann und eine Frau, erklärte der Leiter der regionalen Militärverwaltung, Serhij Lysak, im Onlinedienst Telegram. Drei weitere Menschen seien verletzt worden, ein Mann befinde sich in einem "ernsten Zustand".
Kiew hatte am Dienstag erstmals das Vordringen russischer Truppen in die Region Dnipropetrowsk eingeräumt. Die russische Armee hatte bereits im Juli verkündet, in die Region vorgerückt zu sein. Seither meldete die Armee immer wieder die Einnahme einzelner Ortschaften. Moskau hat in der Region bisher jedoch keine Gebietsansprüche als Bedingung für eine Beendigung des Krieges erhoben.
Die russischen Streitkräfte fingen nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau in der Nacht auf Freitag 54 ukrainische Drohnen ab und zerstörten sie.