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Kurz gesagt: Der politische Wille, die Straße nach den schweren Vorwürfen gegen Gmeiner umzubenennen, ist da - aber es scheitert am Wie. Schnell war im vergangenen Jahr der Name Wurzers aufs Tapet gekommen, allerdings regten sich Widerstände. Einerseits, weil ihm Kontakte zum Nationalsozialismus nachgesagt wurden - eine Prüfung durch das Kärntner Landesarchiv und das Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes ergab aber keine Hinweise, die gegen ihn sprechen würden. Zweiter Kritikpunkt: Dass, wenn sich die Gelegenheit bieten würde, erneut eine Straße nach einem Mann und nicht nach einer der vielen verdienstvollen Frauen aus Klagenfurt und Kärnten benannt werden soll.
Das war auch der Tenor der Diskussion im Gemeinderat in Klagenfurt im Dezember, wodurch sich eine knappe Abstimmung abzeichnete. Diese endete dann mit dem Kuriosum, dass das Abstimmungsergebnis mit 23 zu 22 Stimmen für eine Annahme ausgewiesen wurde - obwohl einer der 45 Mandatarinnen und Mandatare zum Zeitpunkt der Abstimmung nicht im Saal war. Erst ein Videobeweis zeigte das Ergebnis 22 zu 22 und damit eine Abweisung des Antrages.
Der Punkt wurde allerdings am Mittwochabend erneut auf die Tagesordnung der Gemeinderatssitzung genommen. Die Diskussionen erfolgten nach dem altbekannten Muster - nur das Ergebnis war diesmal deutlicher, der Antrag fand wieder nicht die erforderliche Mehrheit. Wie es in der Causa nun weitergehen soll, war vorerst nicht bekannt.
