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Aus Sicht der Taskforce handle es sich dabei um eine relevante regulatorische Lücke, die dringend auf Bundesebene geschlossen werden müsse. Für Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner (Grüne), als Landesrätin zuständig für Luftreinheit, zeige Deutschland mit seiner Gefahrstoffverordnung, dass eine klare und praktikable Regelung möglich sei.
Der Grüne Umweltsprecher im Parlament, Lukas Hammer, kündigte einen Entschließungsantrag im Nationalrat zu dem Thema an. "Die Bundesregierung muss rasch handeln, wir werden sie im Parlament mit Nachdruck dazu auffordern. Es geht um Transparenz, um Vertrauen und vor allem um den bestmöglichen Schutz der Gesundheit der Bevölkerung", so Hammer am Samstag.
Am Freitag waren in vier betroffenen Steinbrüchen im Burgenland die Beprobungen des Gesteins und die Luftmessungen abgeschlossen. Laut Taskforce sollen die Ergebnisse der Gesteinsproben in "frühestens vier Wochen" vorliegen.
Erste Luftmessungen von Anfang Februar an neun Standorten im Burgenland, wo auch asbesthaltiges Gestein gefunden worden war, hatten keine erhöhte Belastung ergeben. Obwohl eine Messung alleine noch nicht aussagekräftig sei, könne man eine akute Gefahr derzeit ausschließen, so Umweltmediziner Hanns Moshammer. Weitere Luftuntersuchungen finden laut Taskforce daher laufend statt. Ende kommender Woche sollen wieder Ergebnisse präsentiert werden.
++ HANDOUT ++ ZU APA0084 VOM 3.2.2026 - Im Südburgenland haben nach der von Greenpeace festgestellten Asbestbelastung im Gestein an den ersten Standorten Lufttestungen begonnen. Geplant sind mehrere Messdurchgänge, hieß es am Dienstag vom Landesmedienservice auf APA-Anfrage. Im Bild: Luftmessungen am Montag, 2. Februar 2026 in Oberwart.
