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Mit der Ablehnung der "Halbierungsinitiative" folgt das Wahlvolk der Empfehlung der Regierung. Ein massiver Abbau der Schweizer Medieninfrastruktur sei verhindert worden, sagte Laura Zimmermann, die Leiterin der Kampagne gegen die Kürzungen. Der Zugang zu verlässlichen Informationen bleibe geschützt.
Auch die SRG zeigte sich erleichtert. "Das Abstimmungsergebnis freut, motiviert und verpflichtet uns", sagte SRG-Generaldirektorin Susanne Wille. "Wir setzen alles daran, das Publikum weiterhin mit einem vielfältigen und starken Programm im Alltag zu begleiten", fügte sie hinzu.
Dennoch können sich die Einwohner in den kommenden Jahren über sinkende Gebühren freuen. Denn die Regierung will die Abgabe für Privathaushalte bis 2029 schrittweise auf 300 Franken senken.
Den Befürwortern des Vorschlags aus dem rechtskonservativen Lager ist das Programm der SRG zu teuer, zu breit und zu links. Zudem würden junge Menschen kaum noch Radio oder Fernsehen der SRG nutzen, sondern Streamingdienste und soziale Medien bevorzugen. Auch in anderen Ländern stehen öffentlich-rechtliche Medien unter Druck von rechts.
Bei einer Annahme der Initiative in der Schweiz hätte die SRG einer Untersuchung von BAK Economics zufolge rund die Hälfte der knapp 5.500 Vollzeitstellen streichen müssen. Beim Angebot in den Bereichen Sport, Kultur und Eigenproduktionen hätte die Gesellschaft deutliche Abstriche machen müssen.
Mitarbeitende haengen ein grosses Transparent mit der Aufschrift "Demokratie braucht unabhaengige Medien" an die Wand, im Abstimmungsstamm der Gegner der eidgenoessischen Volksinitiative "200 Franken sind genug! (SRG-Initiative)", am Sonntag, 8. Maerz 2026 in Bern. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)





