von
Andrew Mountbatten-Windsor (66) hatte im Verlauf des Skandals aus der Royal Lodge, einem luxuriösen Anwesen auf dem Schlossgelände, ausziehen müssen. Die Polizei führte dort auch am Wochenende Durchsuchungen durch. Dem früheren Prinzen wird Fehlverhalten in einem öffentlichen Amt vorgeworfen. Er soll in seiner früheren Rolle als Handelsbeauftragter Informationen an den US-Finanzier Epstein weitergeleitet haben.
Andrews Verwicklungen in den Skandal hatten Großbritannien in Aufruhr versetzt – es war das erste Mal seit mehr als 350 Jahren, dass ein ranghohes Mitglied der Königsfamilie festgenommen wurde. Zu der aktuellen Entwicklung hat sich der Bruder des Königs bisher nicht geäußert. Vorherige Vorwürfe, bei denen es um mutmaßliche Sexualdelikte ging, hatte Andrew immer zurückgewiesen.
Am Montagmorgen berichteten die britischen Medien über Untersuchungen der Londoner Metropolitan Police. Hier geht es im Kern um die Frage, ob bei Epsteins mutmaßlichem Menschenhandel mit Privatjets britische Flughäfen genutzt wurden. Im Fokus steht auch der Militärflugplatz Northolt. Der 2019 in Haft gestorbene Multimillionär hatte über Jahre einen Missbrauchsring mit einer bis heute unbekannten, hohen Zahl an Opfern betrieben.
Besondere Aufmerksamkeit erhielt bei den Briten am Sonntagabend der Auftritt von Thronfolger Prinz William und dessen Frau Kate bei der Verleihung der britischen Filmpreise. Der Sohn von Charles – und Neffe von Andrew - wurde gefragt, ob er das vielfach ausgezeichnete Drama "Hamnet" bereits gesehen habe. "Ich muss in einer ziemlich ruhigen Verfassung sein, und das bin ich im Moment nicht", antwortete William. Er spare sich den Film auf.





