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Trump äußerte sich nach Äußerungen von Mitgliedern des iranischen Expertenrats, wonach die Entscheidung getroffen worden sei. Der Name sollte später bekannt gegeben werden. Offenbar sind noch formelle Fragen zu klären, etwa jene, ob das aus 88 schiitischen Geistlichen bestehende Gremium persönlich zusammenkommen muss, um den Nachfolger Khameneis zu wählen.
Ein Expertenratsmitglied hatte angedeutet, dass der Khamenei-Sohn Mojtaba das Amt übernehmen werde. Trump hatte diesen bereits am Donnerstag als "inakzeptabel" genannt. "Wir wollen jemanden, der dem Iran Harmonie und Frieden bringt", zitierte ihn die Plattform Axios. Irans Außenminister Abbas Araqchi nannte am Sonntag zunächst keinen Namen. Er verbat sich aber jegliches Mitspracherecht Washingtons in der Angelegenheit. "Wir erlauben niemandem, sich in unsere inneren Angelegenheiten einzumischen", sagte Araqchi dem US-Sender NBC.
US-Präsident Trump erteilte Verhandlungen mit dem Iran eine Absage und drohte mit der Zerschlagung der gesamten Staatsführung und des Militärs. Angesichts der Luftangriffe auf die Islamische Republik könnte die Frage nach Diplomatie irrelevant werden, sagte er am Samstag (US-Ortszeit) vor Journalisten an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One. "Irgendwann wird wohl niemand mehr übrig sein, der sagen könnte: 'Wir ergeben uns.'"
Die israelische Luftwaffe hatte am Sonntag erneut Attacken auf Ziele im Iran geflogen. Man habe eine neue Angriffswelle gegen militärische Infrastruktur im ganzen Land gestartet, teilte die Armee auf Telegram mit. In der Nacht hatten Israels Kampfflugzeuge erstmals ein Öllager in der Hauptstadt Teheran bombardiert. Am Nachmittag hieß es, es sei auch die "Weltraum-Zentrale" der iranischen Revolutionsgarden in Teheran "angegriffen und zerstört" worden.
Die Räumlichkeiten dienten demnach der an die Revolutionsgarden angegliederten iranischen Weltraumbehörde als "Empfangs-, Übertragungs- und Forschungszentrum". Das Zentrum umfasste demnach "das Kontroll- und Betriebsgebäude des im August 2022 gestarteten Satelliten Khayyam". Die Revolutionsgarden hätten die Satellitendaten für ihre Einsätze sowie "zur Überwachung des Staates Israel und der Länder der Region genutzt". Außerdem seien 50 Bunker mit gelagerter Munition und eine Anlage der Bodentruppen der Revolutionsgarden angegriffen worden.
Nach den Angriffen auf ein Öllager in Teheran kursierten in sozialem Medien Aufnahmen, die einen massiven Feuerball und aufsteigende, dunkle Rauchschwaden zeigten. Laut der halbstaatlichen Nachrichtenagentur Isna wurde auch eine Bestrahlungsanlage in Isfahan bei den israelisch-amerikanischen Angriffen beschädigt. Es sei aber keine radioaktive Strahlung ausgetreten, hieß es am Sonntag.
Das US-Militär hat nach Angaben von Präsident Donald Trump die Marine des Irans zerstört. Man habe 44 ihrer Schiffe versenkt - "ihre gesamte Marine", sagte Trump dem Sender ABC News nach dessen Angaben. Unabhängig überprüfen ließen sich diese Angaben nicht. Die gesamte iranische Marine außer Gefecht zu setzen, ist eines der erklärten Ziele des US-Militärs im Krieg gegen den Iran. Nach Trumps Angaben haben die USA zudem die Luftwaffe des Irans lahmgelegt. "Ihre Flugabwehrsysteme sind Geschichte. Sie haben absolut keine Verteidigung mehr", sagte Trump laut ABC News.
Das geschwächte iranische Militär war indes weiterhin zu Schlägen auf Israel fähig. Bei Raketenangriffen wurden in Israel mindestens sechs Menschen verletzt. Unter den Opfern sei mindestens ein Schwerverletzter, sagte ein Sprecher des Rettungsdienstes am Sonntag. Von israelischen Medien veröffentlichte Bilder zeigten einen Einschlagkrater in einer Straße in Tel Aviv. Die iranischen Revolutionsgarden erklärten, sie hätten Raketen "der neuen Generation" auf Tel Aviv sowie auf die südisraelische Stadt Beersheva abgefeuert. Auch der Luftwaffenstützpunkt Al-Asrak in Jordanien sei angegriffen worden. Zuvor hatte der israelische Armeesprecher Nadav Shochani gesagt, die Intensität der iranischen Angriffe sei in der gesamten Region deutlich zurückgegangen.
In der saudi-arabischen Stadt Al-Kharj starben Behördenangaben zufolge zwei Menschen bei einem Geschosseinschlag in einem Wohngebiet. Zwölf weitere werden verletzt, teilte der Zivilschutz am Sonntag auf der Plattform X mit. Bei den Todesopfern handle es sich um einen Inder und einen Bangladeschi. Die iranischen Revolutionsgarden hatten zuvor erklärt, sie hätten Radarsysteme in der Stadt beschossen. Die Stadt liegt rund 100 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Riad.
In Dubai teilten die Behörden am Samstagabend mit, ein Mann sei ums Leben gekommen, nachdem bei einem Luftabwehrmanöver Trümmerteile auf ein Fahrzeug gefallen seien.
In Kuwait wurde das Gebäude der Behörde für Sozialversicherungen bei einem mutmaßlich iranischen Angriff getroffen. Das Verteidigungsministerium teilte mit, die Luftabwehr habe drei Raketen abgefangen. Die Feuerwehr meldete am Sonntag den Tod von zwei Feuerwehrleuten, die "im Einsatz" ums Leben gekommen seien. Details wurden nicht genannt.
Auch die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten am Samstag und Sonntag iranische Drohnenangriffe. Iranischen Staatsmedien zufolge attackierten die iranischen Revolutionsgarden zudem US-Streitkräfte auf einem Stützpunkt in Bahrain. Dort wurde laut dem Innenministerium auch eine Anlage zur Wasser-Entsalzung beschädigt.
Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian hatte sich am Samstag bei den Nachbarstaaten für die Angriffe entschuldigt, stieß damit aber bei Hardlinern im eigenen Land auf Kritik. Er hatte auch ein Ende der Attacken in Aussicht gestellt, solange der Iran aus den betreffenden Ländern nicht angegriffen werde.
Am Sonntag erklärte Pezeshkian, seine Äußerungen seien von den Feinden des Iran falsch interpretiert worden. Sicherheitschef Ali Larijani wies Spekulationen zurück, dass es in iranischen Führungskreisen Differenzen über die Kriegsstrategie gebe.
IN FLIGHT- MARCH 7:U.S. President Donald Trump speaks to members of the media traveling on Air Force One while heading to Miami on March 7, 2026. President Trump and other members of the government attended the dignified transfer of six soldiers from the 103rd Sustainment Command who were killed in action by an Iranian drone strike on March 1 in Port of Shuaiba, Kuwait during "Operation Epic Fury". Roberto Schmidt/Getty Images/AFP (Photo by ROBERTO SCHMIDT / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Getty Images via AFP)





