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Armeesprecher Avichay Adraee sprach von "vorbereitenden Einsätzen". Israel plant, die Stadt Gaza im Norden des abgeriegelten Küstenstreifens einzunehmen. Schätzungen zufolge halten sich dort noch rund eine Million Menschen auf, die nach dem Willen der israelischen Führung in den Süden des Gebiets umquartiert werden sollen.
"Wir werden unsere Angriffe verstärken", kündigte der Armeesprecher weiter an. Ziel sei die Freilassung aller aus Israel entführter Geiseln sowie die Zerschlagung der Hamas.
Einwohner berichteten der Deutschen Presse-Agentur, die israelische Armee habe seit dem Morgen ihre Angriffe auf den Gazastreifen verstärkt. Aus medizinischen Kreisen hieß es, mindestens 48 Palästinenser seien getötet worden, darunter 20 im Norden des Küstenstreifens. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
Kürzlich hatte die weltweit als Autorität für Ernährungssicherheit anerkannte IPC-Initiative eine Hungersnot für die Stadt Gaza und einige Nachbarorte erklärt. Die israelische Regierung bestreitet aber, dass es im Gazastreifen eine Hungersnot gibt. Mehr als 62.000 Palästinenserinnen und Palästinenser kamen bisher bei israelischen Angriffen auf den Gazastreifen ums Leben. Etliche Menschen, darunter Kinder, starben bereits an Hunger oder Unterernährung.
Das Militär hatte erklärt, es werde "humanitäre Bemühungen neben den laufenden Manövern und Offensiveinsätzen gegen Terrororganisationen im Gazastreifen" zum Schutz Israels weiter unterstützen. Im Juli hatte Israel eine tägliche, zehnstündige Feuerpause für Teile des Gazastreifens angekündigt, um eine Versorgung der hungernden Bevölkerung zu ermöglichen. Israel sieht sich wegen der humanitären Krise im Gazastreifen zunehmender internationaler Kritik ausgesetzt.