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Erstmals werde über "konkrete Dinge" gesprochen. Er sehe "auf beiden Seiten den Willen, eine Einigung zu erzielen", aber eine solche Einigung sei "ungeheuer komplex". Die USA und der Iran hatten Anfang Februar unter Vermittlung des Oman die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm wieder aufgenommen. Eine zweite Runde indirekter Gespräche hatte am Dienstag in Genf stattgefunden.
Nach den Gesprächen hatte der Iran erklärt, Teheran und Washington hätten sich auf eine Reihe von Leitprinzipien für ein mögliches Abkommen geeinigt. Zuvor hatte sich Teheran bereit für eine "Überprüfung" seines Atomprogramms durch die IAEA gezeigt. US-Vizepräsident JD Vance hatte allerdings betont, dass weiterhin Meinungsverschiedenheiten bestünden.
Nach dem zwölftägigen Krieg gegen Israel im Juni, in dem die USA iranische Atomanlagen bombardierten, hatte der Iran die Zusammenarbeit mit der IAEA zunächst eingestellt und den Zugang der IAEA-Inspektoren zu den betroffenen Anlagen eingeschränkt. Teheran warf der IAEA vor, die Angriffe nicht verurteilt zu haben.
Die UNO-Organisation mit Sitz in Wien ist damit beauftragt, zu prüfen, ob das iranische Atomprogramm friedlicher Natur ist. Israel und weitere Staaten werfen Teheran vor, eine Atombombe anzustreben. Teheran streitet dies ab, beharrt jedoch auf seinem Recht, den Atomsektor für zivile Zwecke auszubauen.
Russlands Außenminister Sergej Lawrow warnte die USA unterdessen vor einem neuen Militärschlag gegen den Iran und verwies dabei auf ernste Konsequenzen. Es habe bereits Angriffe auf iranische Atomanlagen unter der Kontrolle der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) gegeben, sagte Lawrow am Mittwoch in einem Interview mit dem saudi-arabischen Fernsehsender Al-Arabiya. "Nach unserer Einschätzung gab es dabei reale Risiken eines nuklearen Zwischenfalls."
Niemand in der Region wolle eine Zunahme der Spannungen. "Jeder versteht, dass dies ein Spiel mit dem Feuer ist." Lawrow forderte Zurückhaltung, um eine Lösung zu finden, die dem Iran ein friedliches Atomprogramm ermögliche. Das Interview wurde einen Tag nach indirekten Gesprächen zwischen Unterhändlern der USA und des Irans in Genf ausgestrahlt.
Director General of the International Atomic Energy Agency (IAEA) Rafael Grossi attends the IAEA’s Board of Governors' meeting at the agency's headquarters in Vienna, Austria on January 30, 2026. (Photo by Joe Klamar / AFP)






