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Förderungen 2024 wegen Klimaförderungen deutlich an

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Die Klimaförderungen sind 2024 massiv gestiegen
©APA, THEMENBILD, HANS KLAUS TECHT
Die Förderungen des Bundes sind im Jahr 2024 deutlich gestiegen. Insgesamt wurden direkte Fördermittel in Höhe von 12,6 Mrd. Euro ausgezahlt. Das sind 1,3 Mrd. bzw. 11,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor, wie aus dem Förderungsbericht 2024 hervorgeht, den die Regierung dem Nationalrat übermittelt hat. Grund dafür sind erhebliche Steigerungen bei den Klimaförderungen der damaligen schwarz-grünen Regierung. Im EU-Vergleich weist Österreich die vierthöchste Förderquote aus.

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Die direkten Bundesförderungen machten im Jahr 2024 10,4 Prozent der Gesamtauszahlungen des Bundes aus. Für die gestiegenen Ausgaben gegenüber dem Jahr 2023 verantwortlich sind laut dem Bericht vor allem die Steigerungen im Bereich Umwelt, Klima und Kreislaufwirtschaft. Insgesamt 2,6 Mrd. Euro - bzw. 20,9 Prozent aller Bundesfördermittel - wurden für Förderungen in diesem Bereich ausgegeben. Die größten Brocken waren hier Förderungen für thermisch-energetische Sanierungen (1,09 Mrd.) und die Bedeckung von Verbindlichkeiten gemäß Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (0,9 Mrd.).

Der zweitgrößte Bereich, in den Förderungen flossen, ist die Land- und Forstwirtschaft (2,27 Mrd. bzw. 18 Prozent). Dahinter folgen Wirtschaft (1,58 Mrd. bzw. 12,5 Prozent), Arbeit (1,4 Mrd. bzw. 11,2 Prozent) sowie Wissenschaft und Forschung (0,9 Mrd. bzw. 7,3 Prozent). Im Bereich Wirtschaft fielen besonders Zahlungen für die Energiekostenförderung (0,9 Mrd.) sowie für die Investitionsprämie (0,4 Mrd.) ins Gewicht. Die höchste Zuwachsrate verzeichneten jedoch die Förderungen im Bereich der Landesverteidigung. 51,2 Mio. Euro wurden laut Bericht 2024 für Militär-Förderungen ausgezahlt, das sind 193 Prozent mehr als 2023.

Zu den direkten Förderungen kamen noch indirekte Förderungen in Form von Steuererleichterungen in Höhe von 26,7 Mrd. Euro. Gegenüber dem Jahr 2023 erhöhten sich die indirekten Förderungen um 5,3 Prozent. Grund dafür sind laut Förderungsbericht die Abschaffung der Kalten Progression bzw. die daraus resultierenden Erhöhungen der Absetzbeträge sowie Maßnahmen wie die teuerungsbedingte Erhöhung des Pendlerpauschale, die Erhöhung des Familienbonus Plus für Kinder ab 18 sowie des Kindermehrbetrags und die Ausweitung der steuerlichen Begünstigung für Überstunden.

In Summe - also von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungen - wurden 6,7 Prozent der Wirtschaftsleistung für Förderungen ausgegeben. Damit liegt Österreich deutlich über dem EU-Schnitt von 5,1 Prozent des BIP und an vierter Stelle der höchsten Förderquoten hinter Malta (7,9), Ungarn (7,2) und Frankreich (6,7). Am anderen Ende der Skala rangieren Irland (2,0), Estland (2,8) und Litauen (3,0).

Derzeit bemüht sich eine von der Dreierkoalition eingesetzte Förder-Taskforce, das heimische Fördersystem zu durchleuchten. Im ersten Halbjahr soll sie laut Finanzministerium Vorschläge für eine kosteneffizientere Vergabe von Förderungen vorlegen. Ziel ist eine Reform 2027.

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