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EU-Ukraine-Kredit und neue Russland-Sanktionen beschlossen

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++ ARCHIVBILD ++ Für Kiew hat das lange Warten auf das EU-Darlehen ein Ende
©APA, dpa, Monika Skolimowska
Ein Milliarden-Kredit für die Ukraine und neue europäische Sanktionen gegen Russland sind nach einer monatelangen Blockade endgültig beschlossen. Alle 27 EU-Staaten - auch Ungarn - stimmten beiden Entwürfen in einem schriftlichen Verfahren mit Frist am Donnerstag zu, wie die zypriotische Ratspräsidentschaft mitteilte. Zuvor hatten Budapest und Kiew einen Streit um die Druschba-Ölpipeline beigelegt.

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Ungarns inzwischen abgewählter Regierungschef Viktor Orban hatte sowohl den Kredit in Höhe von 90 Milliarden Euro als auch das Sanktionspaket blockiert. Als Grund führte er die Stilllegung der Druschba-Pipeline an, die normalerweise russisches Öl durch die Ukraine nach Ungarn und in die Slowakei transportiert.

Die Pipeline war nach ukrainischen Angaben bei russischen Angriffen beschädigt und deshalb stillgelegt worden. Ungarn und die Slowakei warfen Kiew jedoch vor, die mutmaßlichen Schäden als Vorwand zu nutzen und Reparaturen zu verzögern. Am Mittwoch floss das Öl wieder und erreichte Ungarn und die Slowakei am frühen Donnerstagmorgen.

Die Slowakei hatte sich Orbans Protest angeschlossen und das Sanktionspaket blockiert, nicht aber die Auszahlung des Kredits. Das Paket sieht unter anderem ein strengeres Vorgehen gegen die sogenannte Schattenflosse von Tankern mit russischem Rohöl an Bord vor.

Brüssel kann nun auch das Darlehen von 90 Milliarden Euro auf den Weg bringen und voraussichtlich im Mai eine erste Tranche auszahlen. Ursprünglich sollten die ersten Mittel schon im April an Kiew fließen. Die Ukraine ist nach mehr als vier Jahren Krieg gegen Russland dringend auf das Geld aus der EU angewiesen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nimmt am Donnerstagabend an einem informellen Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs in Zypern teil. Er dürfte auf eine rasche Auszahlung der Gelder und weitere Unterstützung drängen. Beim Gipfeltreffen geht es zudem um die Lage im Iran und die Auswirkungen auf die Energiepreise in Europa.

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