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"Dank Hinweisen aus der Bevölkerung und professioneller Zusammenarbeit mit den verschiedenen Streetwork- und Rettungsdiensten konnte den Betroffenen in den letzten Tagen noch rechtzeitig geholfen werden", wurde Caritasdirektor Klaus Schwertner zitiert. Seit dem Jahreswechsel seien die Leitungen des Caritas Kältetelefons (01/480 45 53) heißgelaufen. "Wer uns anruft, hat schon vieles richtig gemacht! Rufen Sie lieber einmal zu oft beim Kältetelefon als einmal zu wenig. Und dasselbe gilt für die obdachlose Person, der Sie begegnen: Sprechen Sie sie an, fragen Sie sie, ob sie Hilfe benötigt und achten Sie darauf, ob die Person ausreichend vor Kälte geschützt ist. In allen medizinischen Notfällen wählen Sie bitte unverzüglich 144", sagte Susanne Peter, Leiterin des Kältetelefons.
Die Caritas betonte zudem, dass der Fonds Soziales Wien das Notquartiersangebot zuletzt um 30 Plätze aufgestockt habe. "Aktuell stehen damit knapp 1.000 Schlafplätze im Rahmen der städtischen Winternothilfe in ganz Wien zur Verfügung. Der Andrang in die Quartiere war in den vergangenen Tagen und Nächten aufgrund der tiefen Temperaturen sehr hoch. Die Auslastung lag bei nahezu 100 Prozent", so Schwertner. "In der Gruft sind derzeit alle 60 Betten bis auf den letzten Platz belegt, die Nachfrage nach warmen Mahlzeiten ist sowohl hier, als auch in den 43 Wärmestuben der Caritas groß. Aktuell sind es etwa 250 warme Mahlzeiten pro Tag, die wir alleine in der Gruft ausgeben."
Besondere Sorge bereitet der Caritas aktuell, dass in wenigen Tagen das letzte Ankunftszentrum für Kriegsvertriebene aus der Ukraine schließt. "Wie es ab 9. Jänner weitergeht, ist völlig offen." Schwertner appellierte an das Innenministerium und die Bundesländer, "hier alles zu unternehmen, um Obdachlosigkeit bei ukrainischen Familien mit Kindern, älteren oder chronisch kranken Menschen in den ersten Tagen nach ihrer Ankunft in Österreich zu verhindern". Er rechne mit steigendem Druck auf die Notquartiere.
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