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Schattenreich: Stiftung der Benkos insolvent

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René Benko
René Benko©APA/Hans Klaus Techt

Der Stiftungsvorstand der Laura Privatstiftung hat am 11. März 2026 einen Eigenantrag auf Insolvenz gestellt.  Das wichtigste österreichische Vehikel im Schattenreich des Tiroler Immobilen-Jongleurs hat heute bekannt gegeben, dass sie aufgrund der internationalen Schiedsurteile nicht mehr in der Lage sind ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. 

Die Laura Privatstiftung hat beim Landesgericht Innsbruck einen Eigenantrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Hintergrund sind Zahlungsverpflichtungen aus zwei Schiedssprüchen, in denen die Stiftung zur Zahlung von insgesamt rund einer Milliarde Euro verurteilt wurde.

Nach Angaben des Stiftungsvorstands wurden die Verpflichtungen unter früheren Leitungsgremien eingegangen. Rechtliche Prüfungen hätten ergeben, dass gegen die Schiedssprüche keine ausreichenden Erfolgsaussichten für Rechtsmittel bestehen.

Der seit Anfang 2025 neu besetzte Vorstand hatte zuvor umfangreiche Maßnahmen zur Stabilisierung und Restrukturierung der Stiftungsgruppe eingeleitet und sah eine nachhaltige wirtschaftliche Neuaufstellung bereits in greifbarer Nähe. Durch die nun fälligen Zahlungsverpflichtungen sei die Stiftung jedoch weder zahlungsfähig noch bilanziell solvent.

Der Vorstand erklärte, die begonnene Sanierung daher nicht abschließen zu können. Man wolle das Insolvenzgericht und einen künftigen Insolvenzverwalter bei der bestmöglichen Befriedigung der Gläubiger unterstützen.

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