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Gesundheitsausgaben stiegen 2024 auf 57,8 Mrd. Euro

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Das bedeutet einen Anteil von 11,7 Prozent am BIP. Öffentliche Hand kam laut Statistik Austria mit 75,7 Prozent für den Großteil der Ausgaben auf.

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Die heimischen Gesundheitsausgaben sind 2024 um 4,4 Mrd. auf 57,8 Mrd. Euro gestiegen. Im Vergleich zu 2023 erhöhten sie sich damit um 8,3 Prozent. Auch der Anteil der Gesundheitsausgaben an der Wirtschaftsleistung nahm zu – und zwar auf 11,7 Prozent des BIP, das entspricht einem Anstieg von 0,5 Prozentpunkten. Die öffentliche Hand kam für 43,8 Mrd. Euro der laufenden Gesundheitsausgaben auf, was einen Anteil von 75,7 Prozent bedeutet.

Österreich "im oberen Spitzenfeld"

Dafür verantwortlich macht die fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria, Manuela Lenk, die höheren Aufwendungen für Personal, Sach- und Betriebskosten sowie Honoraranpassungen im Jahr 2024. Mit dem BIP-Anteil von 11,7 Prozent liege Österreich innerhalb der 38 OECD-Mitgliedsstaaten an vierter Stelle und somit "im oberen Spitzenfeld", so Lenk.

Bund, Länder, Gemeinden und die Sozialversicherungsträger kamen im Jahr 2024 für 43,8 Mrd. Euro der laufenden Gesundheitsausgaben auf, was einem überdurchschnittlichen Anstieg von 7,7 Prozent im Vergleich zum Jahr davor entspricht. Nahezu in allen Ausgabenkategorien der öffentlichen Gesundheitsausgaben gab es im Jahr 2024 hohe Zuwachsraten. Lediglich die Präventionsausgaben verzeichneten einen starken Rückgang um 45,1 Prozent wegen der nochmals gesunkenen COVID-19-Gesundheitsaufwendungen.

Niedergelassener Bereich als Kostentreiber

Ein deutlicher Anstieg wurde etwa bei den Ausgaben für ambulante Leistungen in niedergelassenen Arzt-, Facharzt- und Zahnarztpraxen (plus 1,5 Mrd. Euro oder 12,8 Prozent), für häusliche pflegerische Leistungen (plus 11,8 Prozent) und für Leistungen der Krankentransporte und Rettungsdienste (plus 13,8 Prozent) verzeichnet. Allesamt seien diese Zuwächse nicht zuletzt auf gestiegene Personalausgaben, höhere Leistungshonorare sowie Sachkostenzuwächse zurückzuführen, hieß es.

Die privaten Ausgaben beliefen sich 2024 auf 14,04 Mrd. Euro bzw. 24,3 Prozent, womit sie gegenüber 2023 um 10,3 Prozent stiegen und damit deutlich über dem jährlich durchschnittlichen Anstieg zwischen 2005 und 2023 lagen. Starke Anstiege von über zehn Prozent gab es bei den Ausgaben der privaten Haushalte und freiwilligen Krankenversicherungen für stationäre und ambulante Leistungen sowie häusliche pflegerischen Leistungen, Leistungen der Prävention und Verwaltungsausgaben.

Rund 17,7 Mrd. Euro für Fondskrankenanstalten

Die öffentlichen Ausgaben für Fondskrankenanstalten inklusive Spitalsambulanzen betrugen 2024 17,7 Mrd. Euro. Den Großteil finanzierten laut Statistik Austria die Sozialversicherungsträger mit einem Ausgabenanteil von 42,7 Prozent (7,5 Mrd. Euro), gefolgt von den Bundesländern mit 33,6 Prozent (5,9 Mrd. Euro) sowie dem Bund mit 13,7 Prozent (2,4 Mrd. Euro) und den Gemeinden mit 10,1 Prozent (1,8 Mrd. Euro). Die höchsten öffentlichen Ausgaben für Fondskrankenanstalten im Jahr 2024 wurden in Wien (4,8 Mrd. Euro) verzeichnet, die niedrigsten im Burgenland (405 Mio. Euro).

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