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"Woodwalkers 2": Den Erfolgspfad nicht verlassen

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Für Carag, Holly und Brandon geht es wieder an die Clearwater High
©blue eyes, Studiocanal, Marc Reimann, APA, Constantin
Der Erfolg kommt nicht von ungefähr: Seit Jahren zählen die "Woodwalkers"-Romane von Bestsellerautorin Katja Brandis zu den beliebtesten Fantasyreihen für Kinder und Jugendliche. Mehr als 3,6 Millionen verkaufte Bücher, Übersetzungen in 27 Sprachen und mehrere Spin-offs zeugen von einer treuen Fangemeinde. "Woodwalkers 2", der am Donnerstag in die Kinos kommt, richtet sich nun genau an dieses Publikum – und liefert vor allem das, was Fans erwarten.

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Im Mittelpunkt steht erneut der junge Puma-Wandler Carag (Emile Chérif), der gemeinsam mit seinen Freunden ein neues Schuljahr an der Clearwater High beginnt. Doch die Idylle trügt: Das Naturschutzgebiet rund um das Internat ist bedroht, ausgerechnet durch Carags früheren Mentor Andrew Milling (Oliver Masucci).

Milling will den Wald verkaufen – und damit das Revier der Gestaltwandler zerstören. Als sich herausstellt, dass Milling einen Spion an der Schule hat, wächst das Misstrauen auch innerhalb der Gruppe. Neue Hoffnung bringt die Schneewölfin Tikaani (Olivia Sinclair), deren Motive jedoch lange unklar bleiben.

Regisseur Sven Unterwaldt, der bereits mit den "Die Schule der magischen Tiere"-Filmen bewiesen hat, dass er große Ensembles und junge Zielgruppen bedienen kann, bleibt auch hier seinem Stil treu. "Woodwalkers 2" erzählt geradlinig, setzt auf Tempo und klare Konflikte.

Die fantastischen Elemente sind verständlich eingeführt, ohne das jüngere Publikum zu überfordern. Gleichzeitig wirkt der Film insgesamt etwas düsterer und konfliktreicher als sein Vorgänger – ein Schritt, der die wachsende Zielgruppe offenbar mitnehmen soll.

Stärken zeigt der Film vor allem im Zusammenspiel der jugendlichen Hauptdarsteller. Chérif überzeugt erneut als innerlich zerrissener Carag. Dessen Herz schlägt sowohl für seine tierische als auch für seine menschliche Familie – was besonders seinem Puma-Vater nicht gefällt.

Figuren wie Holly (Lilli Falk), Brandon (Johan von Ehrlich) und Lou (Sophie Lelenta) bekommen mehr Raum als im ersten Teil. Der erweiterte erwachsene Cast mit Martina Gedeck, Hannah Herzsprung, Moritz Bleibtreu und Tom Schilling sorgt für zusätzliche Präsenz mit humoristischen Elementen, bleibt aber klar in einer unterstützenden Rolle.

Inhaltlich knüpft "Woodwalkers 2" an Themen an, die den Erfolg der Buchreihe begründet haben: Freundschaft, Loyalität, Selbstfindung – und der Schutz der Natur. Der Konflikt um das bedrohte Waldgebiet ist eindeutig gezeichnet: einerseits die jugendlichen Gestaltwandler, andererseits die gierigen und machthungrigen Erwachsenen.

Subtilität steht dabei nicht im Vordergrund – außer bei der bis zum Schluss unklaren Rolle Millings. Auf welcher Seite er steht und was er vorhat, werden die Zuschauer wohl erst im dritten Teil erfahren. Laut Autorin Katja Brandis ist das Drehbuch dafür nahezu fertig. Das Finale der Trilogie soll dann im Herbst 2027 in die Kinos kommen.

Wer komplexe Fantasy-Welten oder überraschende Wendungen erwartet, wird hier kaum fündig. "Woodwalkers 2" bleibt konventionell erzählt und verzichtet auf erzählerische Risiken. Seine Stärke liegt vielmehr darin, ein bekanntes Universum verlässlich fortzuführen und emotional zugänglich zu halten.

Für Fans der Bücher und des ersten Films dürfte sich der Kinobesuch dennoch lohnen. "Woodwalkers 2" bietet solides Familienkino, das seine Zielgruppe ernst nimmt und ihr genau das gibt, wofür sie die Reihe liebt – Abenteuer, Gemeinschaft und die Hoffnung, dass man gemeinsam etwas bewirken kann.

(Von Leonard Fischer/dpa)

(S E R V I C E - www.constantinfilm.at/kino/woodwalkers-2 )

BERLIN - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/blue eyes/Studiocanal/Marc Reimann/Constantin

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